Fitness für die Marathonfahrt!

Ferienfahrten: Die grosse Herausforderung
Jedes Jahr werden Tipps und Tricks für eine angenehme Fahrt mit dem Auto ans Ferienziel abgegeben. Aber wenige Verkehrsteilnehmer /Innen achten darauf, dass nicht nur gute Vorbereitung und gute Planung wichtig sind. Sondern auch die Fitness! Im Sommer werden sich wie jedes Jahr viele hunderttausend Familien in Europa in ihre vollbepackten Autos setzen und hunderte, ja manchmal gar tausende von Kilometern unter die Räder nehmen. Nach Schätzung des Deutschen Adac verreisen etwa 60 Prozent aller Deutschen mit dem Auto, quälen sich häufig durch kilometerlange Staus zum Urlaubsziel. Nicht sehr viel anders sieht es in der Schweiz aus, wo ebenfalls circa 50 Prozent der Urlaubsreisenden mit dem fahrbaren Untersatz als Transportmittel das «Weite» im Sommer suchen. Und dies trotz der aktuell so hohen Benzinpreise!
Fitness und Aufmerksamkeit
Dem Thema Fitness wird oft nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt, wenn man lange Fahrten vor sich hat. Nicht nur Ausgeruhtheit und Aufmerksamkeit sind wichtig, sondern eben auch die körperliche Fitness. Fit ist man, wenn Seele, Körper und Geist im Einklang sind, sagen die Experten. Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Koordination sind die wichtigsten Faktoren, damit man körperlich fit und damit für die Belastungen des Alltags gewappnet ist. Es braucht aber ebenso ein Körperbewusstsein, auch beim Autofahren.
Wer körperlich trainiert ist, der ist mental belastbarer und kann sich besser konzentrieren. Auch verfügt man über die besseren Reflexe und steigert das Koordinationsvermögen.
Man sollte nicht zu lange in der gleichen Körperhaltung verharren, weil sonst etwa muskuläre Verspannungen oder Durchblutungsstörungen drohen. Auch könnten die Bandscheiben der Wirbelsäule schmerzen, die sporadisch entlastet werden müssen. Eine neuralgische Stelle ist auch der Nacken. Diesen sollte man so oft es geht bewegen und entlasten. Muskeln, die beansprucht wurden, sind zu dehnen, passive und kaum gebrauchte Muskelgruppen sind für bessere Durchblutung zu bewegen. Den Anfang macht ein Aufwärmen, nur durch Herumlaufen oder mit Kniebeugen. Beim folgenden Dehnen, ist zu beachten, dass man den zu dehnenden Muskel zwar als einen gewissen Widerstand empfindet, doch es ist nicht nötig, ihn anzuspannen.
Achtung auf Dehydrierung
Und auf die Ernährung ist zu achten: Am besten, man isst viel frisches Obst. Sehr wichtig ist auch die Zufuhr von genügend Flüssigkeit, am besten Mineralwasser ohne Kohlensäure oder Eistee. Achtung: Lightprodukte können abführend wirken.
Kaffee ist beliebt bei Marathon-Fahrten, aber nur bedingt zu empfehlen, weil zu viel Koffein entwässert. Zur Stärkung ist Traubenzucker empfehlenswert, denn dieser geht rasch ins Blut und gibt sofort Energie. Im Prinzip sollte man wenig fett-
haltige Speisen konsumieren, beim Eiweiss zurückhaltend sein und möglichst viele Kohlenhydrate zuführen.
«Baby an Bord»
Die Fortbewegungsart mit dem Auto, um das ersehnte Reiseziel zu erreichen, ist eine Herausforderung für Mensch und Auto. Und eine noch speziellere Herausforderung ist es für Kleinkinder und deren Eltern. Denn: Langes Stillsitzen fällt aufgeweckten Kindern schwer und bei Kleinkindern unter einem Jahr sind zusätzliche weitere Besonderheiten zu berücksichtigen.
Wer hat die Aufkleber «Baby an Bord» an diversen Autos nicht auch schon gesehen? Hinter dieser Message verbirgt sich viel Vorbereitungsarbeit, um dem Baby auch den nötigen Sicherheitsaspekt im Auto zu gewährleisten. Es gibt für reisende Eltern mehr zu beachten, als man es sich gemeinhin als Erwachsener vorstellen kann: Grundsätzlich müssen Kinder, die kleiner als 150 Zentimeter sind bis zum vollendeten zwölften Lebensjahr in Rückhalteeinrichtungen gesichert werden, und zwar mit Systemen, die amtlich genehmigt und für das Kind geeignet sind. Diese Vorschrift gilt für alle Sitzplätze, für die Sicherheitsgurte vorgeschrieben sind. Was besonders für alle Ferienreisende mit Kleinkindern «an Bord» prioritär sein muss: Man setzt die Kinder keinem schweren oder tödlichen Verletzungsrisiko aus. Um eine grösstmögliche Sicherheit zu gewährleisten, müssen Babyschalen immer rückwärts gerichtet befestigt werden. Erfolgt die Beförderung auf dem Beifahrersitz, muss der Beifahrerairbag ausgeschaltet sein, da sonst bei einem Unfall Lebensgefahr für Ihr Kind besteht.
Kinder sind am besten auf dem Rücksitz aufgehoben. Am besten ist es, wenn in Fahrtrichtung gesicherte Kinder genügend Beinfreiheit haben. Oftmals wird auch unterschätzt, wie beschränkt das Platzverhältnis ist, und man pfercht zu viele Kinder für eine lange Fahrt in ein Auto. Es ist also darauf zu achten, wieviele Sicherungsmöglichkeiten im Fahrzeug für Kinder vorhanden sind. Spielerisch kann man dem Nachwuchs auch klarmachen, warum man sich richtig anschnallt und seinen Gurt während der Fahrt nicht lösen darf.
Gleichzeitig ist zu beachten: Hinweise zum Beifahrer-Airbag beachten. Rückwärts gerichtete Kindersitze dürfen nur bei abgeschaltetem Beifahrer-Airbag verwendet werden.
Aber hat man alle Sicherheitsaspekte vor der Fahrt berücksichtigt, folgt die nächste Herausforderung: Das Verhalten während der Reise auf vier Rädern. Wenn es im Auto zu turbulent zugeht, halten Sie lieber an. Viele Unfälle entstehen, wenn die Kinder auf dem Rücksitz streiten oder toben. Einmal herumgedreht, zwei Sekunden unaufmerksam, und schon ist der Unfall passiert!
Ein alter, aber immer wieder unterschätzter Tipp: Bei längeren Fahrten Pausen einbauen, in denen sich die Kinder richtig austoben können. Man sollte auch für Spiel- und Beschäftigungsmöglichkeiten während der Fahrt sorgen.
Aufpassen auf die Gefahren
Der Kopf eines Kindes ist im Verhältnis zum Rest des Körpers sehr schwer, die Halsmuskulatur jedoch noch nicht genügend ausgeprägt. Bei einem Aufprall in einem vorwärts gerichteten Kindersitz wird der Körper des Kindes durch die Gurte zurückgehalten, der Kopf jedoch nach vorne beschleunigt. Das führt dazu, dass die Halswirbelsäule stark überdehnt wird und im schlimmsten Fall sogar eine Querschnittslähmung verursacht. Bei einem rückwärts gerichteten System wird die Energie des gesamten Körpers, einschliesslich des Kopfes, von der Sitzschale aufgefangen; sicherer geht es nicht.
- Gurt-Tipps
Das Thema Gurte ist bei Kindern im Auto oft ein heikles Thema. Es gibt zudem sogenannte Drei- und Fünfpunktgurt-Systeme. Beim Dreipunktsystem wird der fahrzeugeigene Sicherheitsgurt so mit dem Kindersitz kombiniert, dass das Kind durch den Fahrzeuggurt zurückgehalten wird. Beim Fünfpunktgurt-System hat der Kindersitz ein eigenes Gurtsystem, welches das Kind zurückhält. Der Sitz selbst wird dann mittels des Fahrzeuggurtes befestigt. Fünfpunktsysteme fixieren den Oberkörper des Kindes jedoch sehr stark, sodass bei einem Aufprall die Halswirbelsäule stark gedehnt wird.
- Airbag-Tipps
Ein wichtiger Tipp von Unfallexperten gilt es zu beherzigen: Wenn das Fahrzeug einen Beifahrer-Airbag hat, darf man niemals einen rückwärts gerichteten Kindersitz benutzen, ansonsten müsste man den Airbag von einer Fachwerkstatt ausser Betrieb setzen lassen. Einige Fahrzeuge verfügen über eine automatische Airbag-Abschaltung. Bei einem Auslösen des Airbags würde das Kind so stark nach hinten geschleudert, dass es sich schlimmste Verletzungen zuziehen könnte. Auch bei vorwärts gerichteten Systemen kann der Airbag eine Gefahr darstellen, deshalb muss der Beifahrersitz möglichst weit nach hinten geschoben werden.










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