Gute Nacht, Basel

Es war einmal ein mutiger Rat, der erkannt hatte, dass nicht alle Menschen mit den Hühnern zu Bett gehen. Die Jugend der Region verdankte es und feierte die Nächte durch. Doch das Glück währte nicht lange. Schon bald wurde dem fröhlichen Treiben Einhalt geboten. Je weiter weg vom urbanen «Lärm», desto lauter wurde nach Ruhe geschrien – und die Räte des Landes lenkten ein.
Lärm ist eine sehr individuelle Empfindung. Während sich einige Stadtbewohner an durchgehenden Verkehr und laute nächtliche Stimmen gewöhnt haben, stören sich Landbewohner schon ab dem fernen Kuhgebimmel oder Hundegebell vom Hof vom anderen Hügel. Nur bei einem Lärm stört sich niemand – nämlich beim Lärm, den man selber verursacht. Auf Bequemlichkeiten und Luxus will niemand verzichten, nur soll der dabei produzierte Lärm und Gestank bitte anderswo sein und bitte andere belästigen.
Wer will das nicht: Einen gesunden Staat mit einer florierenden Wirtschaft, ein schönes Einkommen, eine grosse, helle und warme Wohnung, ein reiches kulturelles Angebot, in der Nacht einkaufen, zweimal im Jahr in die Ferien! Und alles was negativ ist wird ins nahe und ferne «Ausland» exportiert: Gift- und Atommüll in den Osten, Arbeitslosigkeit nach Europa, Fluglärm nach Frankreich, das Einkaufszentrum nach Weil, Schrottplatzlärm nach Grenzach, Sozialkosten nach Basel usw.
Abgeschobene Probleme kommen immer und viel stärker zurück, gelöste dagegen bringen Stärke und nachhaltigen Wohlstand. Wer nur auf das eigene Wohl schaut und laut danach schreit, ist keinen Deut besser als all die «Abzocker» der Wirtschaft. Darum wünsche ich uns den Mut, die Welt zu verbessern – damit alle gut schlafen können.


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Februar 28th, 2009 at 17:59
Die Nachtruhe ,sollte eingehalten werden.
Da ich nur 8oo meter neben der Piste wohne
stört mich Tags über der lärm nicht.
Aber ab 24.Uhr sollte ruhe sein.