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	<title>Spatz Zeitung &#187; Orchideengewächse</title>
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	<description>Grösste unabhängige Monatszeitung für Basel und die Region</description>
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		<title>Malaxis monophyllos</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Aug 2010 11:13:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ss</dc:creator>
				<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Orchideengewächse]]></category>

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		<description><![CDATA[
Orchideen
Die im Juli und August blühende Orchidee wird in der Schweiz immer seltener.
Wer im Juli das Vergnügen hat, in den Zentral- und Ostalpen Ferien zu machen, kann bei Wanderungen mit etwas Glück an Riedwiesen, in Auen- und Ahornwäldern, in Erlenbrüche, an Waldbächen oder in kräuterreichen Bergwiesen auf 700-1600 Metern Höhe das in der Schweiz sehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2010/08/Orchidee_121076.jpg" class="lightview" rel="gallery[1643]"><img class="alignleft size-full wp-image-1644" title="Orchidee_121076" src="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2010/08/Orchidee_121076.jpg" alt="Orchidee_121076" width="200" /></a><br />
Orchideen</strong><br />
Die im Juli und August blühende Orchidee wird in der Schweiz immer seltener.</p>
<p>Wer im Juli das Vergnügen hat, in den Zentral- und Ostalpen Ferien zu machen, kann bei Wanderungen mit etwas Glück an Riedwiesen, in Auen- und Ahornwäldern, in Erlenbrüche, an Waldbächen oder in kräuterreichen Bergwiesen auf 700-1600 Metern Höhe <span id="more-1643"></span>das in der Schweiz sehr seltene kleinblütige Einblatt in voller Blüte entdecken. Leider sind die Standorte, wo sie in der Schweiz vorkommen, seit den letzten 30 Jahren stark rückgängig, entweder durch intensive Beweidung der Bergwiesen oder durch Sanierungen von Bergwegen oder Strassen. Standorte an Wegböschungen werden oft durch die mechanisierte Magd zu früh und zu radikal gepflegt.  Malaxis monophyllos gedeiht auf kalkreichen, meist feuchten Böden in nordexponierten Lagen.</p>
<p>Weltweit gibt es rund 300 Malaxis-Arten, die meistens in Südostasien und auf den umliegenden Inseln verbreitet sind. Der schwedische Botanik-Professor Olof Schwartz (1760-1818) begründete die Gattung Malaxis 1788 in «Nova Genera et Species Plantarum Prodromus» auf Seite 119. Die nah verwandte Gattung Liparis kann leicht von Malaxis unterschieden werden, indem die Lippe bei Malaxis nicht resupiniert nach oben steht und die Säule im Gegensatz zu Liparis sehr reduziert ist.</p>
<p>Malaxis monophyllos ist eine sehr unauffällige Staude, die 10-30 Zentimeter hoch werden kann. Unterirdisch besitzt sie ein kurzes Rhizom, das jedes Jahr eine kleine Scheinknolle mit einem Schuppenblatt entwickelt. Im Frühjahr bildet die Pflanze ein einziges grundständiges langscheidiges elliptisch-eiförmiges hellgrünes Blatt, daher auch die botanische Bezeichnung des Artnamens «monophyllos». Mitte bis Ende Juni entsteht zwischen der Blattscheide ein kantiger gelblich-grüner Stängel des traubigen Blütenstandes, welcher bis zu 100 kleine, zierliche gelblich-glasige Blüten trägt. Jeder Blütenstiel ist mit einer schuppenförmigen Braktee oder einem Hüllblatt versehen, welche etwa so lang wie der Fruchtknoten sind. Zwei lanzettliche Sepalen stehen hinter der Lippe aufrecht, das dritte Sepal ist nach unten gerichtet. Die zwei linealisch-fadenförmigen Petalen stehen seitwärts-abwärts gebogen. Die ungespornte, rundlich-eiförmig zugespitzte, nicht resupinierte Lippe steht im Zentrum der Blüte aufrecht. Alle Blütenteile sind farbstofflos. Sie erscheinen glasig schmutzig-gelblich. In der Mitte der Blüte sitzt die reduzierte Säule mit 4 Pollinien und einer querliegenden Narbe.</p>
<p>Ameisen, Falter und andere Insekten bestäuben die Blüten. Nach der Bestäubung und der Befruchtung entstehen viele Samen im unterständigen Fruchtknoten. Schon Ende August sind die kleinen Samenkapseln reif, und die winzigen Samen werden vom Wind verstreut. Wenn sie auf dem Boden landen, sind sie auf einen spezifischen Mykorrhiza-Pilz angewiesen, weil der Samen kein Nährgewebe besitzt. Dieser Pilz wird mit seinen Pilzfäden in den Samen eindringen und dem Keimling genügend Nährstoffe anbieten. So kann eine junge Pflanze entstehen. Das kleinblütige Einblatt bleibt auch als adulte Pflanze in Symbiose mit Pilzen, die sich im Gewebe der Wurzeln einnisten und so wertvolle Nährstoffe für das Wachstum der Pflanze anbieten. Es dauert dann mehrere Jahre, bis der Keimling zu einer blühfähigen Pflanze heranwächst.</p>
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		<title>Die Zwiebelorchis</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 09:01:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ss</dc:creator>
				<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Orchideengewächse]]></category>

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		<description><![CDATA[
Eine sehr seltene
Pflanzenart in der Schweiz
L.C. Richard, Professor der Botanik in Paris (1754-1821), begründete die Gattung 1818 in den «Mémoires du Musée d&#8217;Histoire Naturelle Paris» mit der Typus-Art Liparis loeselii (L) L.C.Richard.
Liparis ist eine grosse Gattung von über 250 Arten, die vorwiegend in den Tropen und Subtropen anzutreffen sind. Nur wenige davon wachsen in den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2010/07/orchidee_115216.jpg" class="lightview" rel="gallery[1593]"><img class="alignleft size-full wp-image-1594" title="orchidee_115216" src="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2010/07/orchidee_115216.jpg" alt="orchidee_115216" width="200" /></a><br />
Eine sehr seltene<br />
Pflanzenart in der Schweiz</strong><br />
L.C. Richard, Professor der Botanik in Paris (1754-1821), begründete die Gattung 1818 in den «Mémoires du Musée d&#8217;Histoire Naturelle Paris» mit der Typus-Art Liparis loeselii (L) L.C.Richard.<span id="more-1593"></span></p>
<p>Liparis ist eine grosse Gattung von über 250 Arten, die vorwiegend in den Tropen und Subtropen anzutreffen sind. Nur wenige davon wachsen in den gemässigten Zonen. In den Tropen gedeihen sie entweder aufsitzend auf Bäumen (Epiphyten) oder auf Felsen (Litho­phyten), in den gemässigten Zonen als terrestrische Pflanzen.</p>
<p>Vor circa hundert Jahren wuchs diese interessante Pflanze in den Verlandungszonen des Rheins im Grenzgebiet von Basel wie zum Beispiel in der Petite Camargue Alsacienne und nördlich entlang des Flusses in den nassen Verlandungszonen. Da sie vor allem in Flach- und Zwischenmooren, Torfsümpfen, zwischen Schilf und in Moospolstern vorkommt, ist die Art in der Schweiz nur noch an ganz spezifischen Standorten anzutreffen.</p>
<p>Liparis loeselii war vor hundert Jahren in über 100 verschiedenen Biotopen schweizweit verbreitet.  Heute gibt es die Zwiebelorchis nur noch vereinzelt im östlichen Mittelland und im Unterwallis. Erfreulich ist, dass die Biotope, in denen sie noch vorkommen, geschützt und gepflegt werden.</p>
<p>Liparis loeselii ist eine sehr seltene, zierliche Pflanze mit einem waagrechten unterirdischen Spross oder Rhizom und wird fünf bis 25 cm hoch. Über dem Rhizom produziert sie jedes Jahr Scheinknollen, die meist in Flach- und Zwischenmooren vorkommen und von Torfmoos umgeben sind, damit die Pflanze genügend Reservestoffe  für die kommende Vegetationszeit speichern kann. Im Frühjahr bildet die Pflanze zwei gelb-grüne, ledrige, lanzettlich-elliptische, grundständig-scheidige Blätter aus, die einen stumpfen Blattspitz aufweisen.</p>
<p>Im Laufe des Frühlings bildet die adulte Pflanze in der Mitte der Blätter einen Blütenstand mit drei bis zehn blassgelben Blüten. Jede Blüte wird mit einem kurzen, schuppenförmigen Tragblatt unterhalb des kurzen Blütenstiels versehen.<br />
Die crème-grüne Blüte besteht aus drei lanzettlich linealischen Sepalen, zwei linealisch kleineren Petalen und einer spornlosen, sichelförmig gebogenen, längsrinnig gefalteten Lippe. Die Blütezeit der Pflanze kann anfangs Juni bis Mitte Juli erwartet werden. In der Mitte der Blüte steht die einwärts gebogene schlanke Säule mit vier wachsartigen gelben Pollinien und darunter eine kleine klebrige Narbe. Die Bestäubung von Liparis loeselii ist immer noch ungeklärt; manche Autoren behaupten, die Blüte sei autogam, was bedeutet, dass sie sich selbst bestäubt.</p>
<p>Nach der Bestäubung und der Befruchtung entstehen im unterständigen Fruchtknoten viele winzige Samen, die nach der Reife der Samenkapsel vom Wind verbreitet werden. Da der Samen kein Nährgewebe besitzt, kann die Keimung nur mit einem spezifischen Mykorrhiza-Pilz erfolgen. Es dauert dann Jahre, bis wieder eine neue Pflanze entsteht und blüht.</p>
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		<title>Wanzen-Knabenkräuter</title>
		<link>http://www.spatz-zeitung.ch/2010/06/10/wanzen-knabenkrauter/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Jun 2010 07:16:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ss</dc:creator>
				<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Orchideengewächse]]></category>

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		<description><![CDATA[
Orchideen: Anacamptis coriophora
In der Schweiz sind die Wanzen-Knabenkräuter sehr selten geworden.
Diese Orchideenart kommt vor allem in Magerwiesen in warmen Lagen, in sonnigen Hängen und manchmal sogar in etwas feuchten Wiesen vor. Sie gedeihen mit Vorliebe auf kalkhaltigen, lehmigen Böden, können aber durchaus auch auf leicht sauren Böden vorkommen.
Der deutsche und französische Name «Wanzen-Knabenkraut» und «Orchis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1520" title="Pflanzen_192004" src="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2010/06/Pflanzen_192004.jpg" alt="Pflanzen_192004" width="200" /><strong><br />
Orchideen: Anacamptis coriophora</strong><br />
In der Schweiz sind die Wanzen-Knabenkräuter sehr selten geworden.</p>
<p>Diese Orchideenart kommt vor allem in Magerwiesen in warmen Lagen, in sonnigen Hängen und manchmal sogar in etwas feuchten Wiesen vor. Sie gedeihen <span id="more-1519"></span>mit Vorliebe auf kalkhaltigen, lehmigen Böden, können aber durchaus auch auf leicht sauren Böden vorkommen.<br />
Der deutsche und französische Name «Wanzen-Knabenkraut» und «Orchis punaise» bezieht sich auf die nach Wanzen riechenden Duftstoffe der Blüten der Pflanzen, die im nördlichen Teil des Areals vorkommen. Im südlichen Teil des Areals duften die Blüten hingegen angenehm süsslich und werden oft als Orchis coriophora ssp. fragrans bezeichnet.</p>
<p>Leider ist Anacamptis coriophora  in der Schweiz, im Speziellen in der Region Basel und im geographischen Jura, in den letzten 25 Jahren verschwunden. In der Schweiz gibt es zurzeit nur noch kleine Bestände im Wallis, im oberen Rheintal und im Tessin. Wird es die seltene Art in den nächsten 20 Jahren in der Schweiz noch geben? Oder haben wir es mit einer vom Aussterben bedrohten Orchideenart zu tun? Die Gründe des Verschwindens dieser Art sind vielseitig und sollten dringendst untersucht werden. Haben sich die Biotope, in denen die Art vorkam, dermassen verändert? Fehlen die Bestäuber oder sind die I­mmissionen, welche Düng- und Schad­­stoffe in Naturschutzgebiete ein­bringen, Schuld am drastischen Rück­gang des Wanzen-Knabenkrautes?</p>
<p>Die Gattung Anacamptis wurde vom französischen Botaniker L.C. Richard 1818 aufgestellt, und in den «Mémoires du Museum National d&#8217;Histoire Naturelle Paris» auf Seite 47 und 55 beschrieben. Bis vor einigen Jahren war Anacamptis eine monotypische Gattung, mit der A. pyramidalis (L.) L.C.Rich. als einziger Art. Linné hatte die Pflanze als Orchis coriophora in Species Plantarum auf Seite 940, 1753 beschrieben. R.M. Bateman, Pridgeon und M.W.Chase haben unlängst durch DNA-Analysen 14 Orchis-Arten zur Gattung Anacamptis überführt, unter anderem auch das Wanzen-Knabenkraut.</p>
<p>Im Winter bilden die Pflanzen linealisch-lanzettliche ungefleckte grüne Blätter, die am Grunde rosettenartig gehäuft sind. Im Frühjahr bildet sich im Zentrum der Blattrosette ein Blütenstand, der meist von zwei bis drei kleinen Blättern den Stängel umgeben. Der 10 bis 30 Zentimeter hohe traubig-zylindrische Blütenstand trägt 20 bis 40 kleine, zierliche Blüten. Jede Blüte ist mit einer grünlichen Braktee versehen, welche den Fruchtknoten abdeckt.</p>
<p>Die Blüte besteht aus drei meistens rotbraunen Sepalen und zwei Petalen, welche helmartig die Säule schützen. Die dreiteilige, oft braunrote Lippe ist mit dem kegelförmigen Sporn an der Basis verwachsen. Die basale Lippenpartie ist papillös behaart, heller gefärbt und mit roten Punkten oder Flecken versehen. Die dreiteilige Vorderlippe ist meist rotbraun gefärbt. In manchen Biotopen gibt es Pflanzen, die bis zu crème-grüne Blüten tragen. Im Zentrum der Blüte finden wir die Säule mit zwei Pollinien und der Narbe. Die Wanzen-Knabenkräuter gehören zu den Nektarblumen. Sie locken ihre Bestäuber, oft Sandbienen, mit Duft, Farbe und Form an und verköstigen ihre Gäste mit Nektar.<br />
Nach der Bestäubung und der Befruchtung entstehen im unterständigen Fruchtknoten viele winzige Samen. Rund 40 Tage nach der Befruchtung werden die grünen Samenkapseln allmählich braun und reissen an den drei dafür vorgesehenen Nähten auf. Die Samen werden durch Wind in die nahe oder weitere Natur verbreitet. Wo sie ankommen, können sie nur mit einem spezifischen Mykorrhiza-Pilz keimen, da der Samen kein Nährgewebe besitzt.</p>
<p><strong>Anacamptis coriophora (L) R. M. Bateman – Wanzen-Knabenkraut</strong><br />
<strong>Familie:</strong> Orchidaceae – Orchideengewächse<br />
<strong>Heimat:</strong> Süd-, Mitteleuropa, Russland, Kaukasus, Kleinasien, Iran, Syrien, Nordafrika.</p>
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		<title>Puppenorchis</title>
		<link>http://www.spatz-zeitung.ch/2010/05/10/puppenorchis/</link>
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		<pubDate>Mon, 10 May 2010 06:38:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ss</dc:creator>
				<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Orchideengewächse]]></category>

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		<description><![CDATA[
Orchis anthropophora (L.)
Eine Orchidee, die puppenähnliche Blüten entfaltet.
Orchis anthropophora (L.) All. hiess noch vor ein paar Jahren Aceras anthropophorum (L.) Aiton f.. Diese nomenklatorische Änderung wurde aufgrund der DNA-Untersuchungen aller europäischen Orchideen nötig. So entdeckte man die nahe Verwandschaft der Puppenorchis zur Gattung Orchis. Carlo Ludovico Allioni benannte sie schon 1785 als Orchis anthropophora, da [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2010/06/orchidee113276.jpg" class="lightview" rel="gallery[1481]"><img class="alignleft size-full wp-image-1482" title="orchidee113276" src="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2010/06/orchidee113276.jpg" alt="orchidee113276" width="200" /></a><br />
Orchis anthropophora (L.)</strong><br />
Eine Orchidee, die puppenähnliche Blüten entfaltet.</p>
<p>Orchis anthropophora (L.) All. hiess noch vor ein paar Jahren Aceras anthropophorum (L.) Aiton f.. Diese nomenklatorische <span id="more-1481"></span>Änderung wurde aufgrund der DNA-Untersuchungen aller europäischen Orchideen nötig. So entdeckte man die nahe Verwandschaft der Puppenorchis zur Gattung Orchis. Carlo Ludovico Allioni benannte sie schon 1785 als Orchis anthropophora, da er sie richtigerweise von der Ophrys antropophora von Linné unterschied.</p>
<p>Die Gattung Orchis wurde von Carl Linné 1753 in Species Plantarum auf Seite 939 begründet. Seit Linné hat es im Gattungsbereich von Orchis einige Namensänderungen gegeben und manche Arten wurden in anderen Gattungen zusammengefasst. So zum Beispiel die Pflanzen mit fingerartigen und zwei- bis fünflappigen Knollen, die heute zur Gattung Dactylorhiza gehören.</p>
<p>In der Region Basel und im Jura findet man diese seltene und seltsame, unscheinbare Orchidee in Magerwiesen, Halbtrockenrasen, entlang von Gebüschen und in offen­en Pinienwäldern. In der Schweiz kommt Orchis anthropophora nur in der Region Basel und im geographischen Jura von Schaffhausen bis Genf und im unteren Wallis vor. Leider sind die Biotope, in denen sie noch vorkommen, entweder durch Verbuschungen der Magerwiesen, durch Melioration und Flurbereinigungen, durch Düngung der Halbtrockenrasen oder Siedlungs- und Strassenbau gefährdet.<br />
Wie die meisten Orchis-Arten bildet die Puppenorchis im Winter fünf bis sieben länglich-lanzettliche, grüne Blätter rosettenartig über dem Boden. Sehr oft werden die Blätter im Winter von Gräsern leicht beschattet und vor Kälte geschützt. Im Frühjahr bringen die starken Pflanzen in der Mitte der Rosette einen Blütenschaft hervor, die von einem Blatt scheidenartig umgeben ist. Die meist 10 bis 30 Zentimeter hohe Pflanze besitzt einen runden kahlen Blütenstängel mit 20 bis 50 Blütenknospen, die dicht am Stängel sitzen und spiralförmig angeordnet sind. Die Blütezeit erstreckt sich von Ende März bis Juni.</p>
<p>Wie der deutsche Name es vermuten lässt, sieht jede Blüte wie eine Puppe aus. Sie wird von einem kurzen Stängel getragen, der mit dem Fruchtknoten von einer hellgrünen Braktee eingehüllt wird. Die Blüte besteht aus drei eiförmigen, helmartig angeordneten, grünen bis gelb-grünen Sepalen, die oft mit rotbraunen oder braunvioletten Rändern versehen sind. Die beiden lanzettlich-linealischen Petalen sind etwas kürzer als die Sepalen. Die hängende, dreilappige Lippe besitzt am Grunde zwei weisslich, glänzende Wülste. Die Farbe der Lippe kann je nach Pflanze von gelb, gelbgrün bis rotbraun variieren. Im Zentrum der Blüte finden wir die Sexualorgane mit Pollinien und der Narbe.<br />
Die Puppenorchis gehören zu den Orchideen-Nektarblumen, und sie werden von Bienen oder Käfern besucht und bestäubt. Nach der Bestäubung und der Befruchtung schwillt der unterständige Fruchtknoten an, und es entstehen tausende winzige Samen. Fünf bis sieben Wochen nach der Befruchtung werden die reifen Samen mit Hilfe einer feinen Samenschale als Flugapparat in die Natur verbreitet. Da sie kein Nährgewebe besitzen, können sie nur mit Hilfe eines Mycorrhiza-Pilzes keimen.</p>
<p><strong>Orchis anthropophora (L.)  All. – Puppenorchis, Ohnsporn, Fratzenorchis<br />
Familie: </strong>Orchidaceae – Orchideengewächse<br />
<strong>Heimat: </strong>West- und Mitteleuropa, Nordafrika, Kleinasien</p>
<p>gr.: orchis = Hoden; auf die Gestalt der Knollen bezogen.<br />
gr.: antropophoros = menschentragend<br />
Synonyme: Aceras anthropophorum (L.) Aiton f. Ophrys anthropophora L.</p>
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		<title>Spinnenragwurz</title>
		<link>http://www.spatz-zeitung.ch/2010/04/07/spinnenragwurz/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Apr 2010 13:51:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ss</dc:creator>
				<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Orchideengewächse]]></category>

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		<description><![CDATA[
Orchideen: Ophrys sphegodes Miller
Die Spinnenragwurz ist in der Schweiz sehr selten anzutreffen. Sie kommt nur in den Regionen von Basel, Genf und im südlichen Tessin vor. In der Region von Basel findet man sie im Naturschutzgebiet der Petite Camargue  und entlang des Rheinkanals auf Magerwiesen. Von den vier Ophrys- Arten, die in der Schweiz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2010/06/orchidee_115414.jpg" class="lightview" rel="gallery[1447]"><img class="alignleft size-full wp-image-1448" title="orchidee_115414" src="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2010/06/orchidee_115414.jpg" alt="orchidee_115414" width="200" /></a><br />
Orchideen: Ophrys sphegodes Miller</strong><br />
Die Spinnenragwurz ist in der Schweiz sehr selten anzutreffen. Sie kommt nur in den Regionen von Basel, Genf und im südlichen Tessin vor. In der Region von Basel findet man sie im Naturschutzgebiet der Petite Camargue  und entlang des Rheinkanals auf Magerwiesen. <span id="more-1447"></span>Von den vier Ophrys- Arten, die in der Schweiz vorkommen, blüht Ophrys sphegodes als Erste, und bei gutem Wetter fängt die Blütezeit schon Ende März an und dauert bis Anfang Mai.</p>
<p>Von der Ophrys gibt es in Europa, Nordafrika und Kleinasien über 20 Arten mit vielen Unterarten und Formen. Alle Arten gedeihen meist auf kalkhaltigen, mageren Böden, in Magerwiesen in lockeren Föhren oder Eichen-Wäldern. Im Mittelmeerraum trifft man Ophrys-Arten  zum Beispiel in Olivenhainen, Macchien oder zwischen Wachholder-Gebüschen.</p>
<p>In der Petite Camargue bei Rosenau gedeihen die Spinnenragwurz-Pflanzen ab Ende September bis Anfang Oktober und bilden unter den Magerrasenpflanzen, die sie beschatten, ihre Blattrosetten mit drei bis sechs, stiellosen, breitlanzettlichen, grundständigen, grau-grünen Blättern. In der schneelosen Winterzeit assimilieren die Blätter und lagern ihre wertvollen Kohlenhydrate in den unterirdischen Knollen. Ende Winter, Anfang Frühling bilden die unscheinbaren Pflanzen einen aufrechten, lockeren Blütenstand, der zwischen zwei bis acht Blüten trägt und 20 bis 40 Zentimeter hoch werden kann.</p>
<p>Die zierliche Blüte besteht aus drei breitlanzettlichen, hellgrünen, abstehenden Sepalen und zwei linealisch, stumpfen, gelbgrünen bis braunroten am Rand gewellte Petalen. Diese sind meist halb so lang wie die Sepalen. Im unteren Teil der Blüte finden wir die eher breite, dreiteilige, braune Lippe. Die Randregionen der Lippe sind meist stark behaart, die Lippenspitze kann gehöckert sein. In der Mitte der Lippe sehen wir das mehr oder weniger H-förmige Mal mit einer oft graubraunen oder stahlblauen Zeichnung. In der Mitte der Blüte steht die spitzige Säule, unter welcher wir zwei gelbe Pollinien und die klebrige Narbe finden.</p>
<p><strong>Sexualtäuschblumen</strong><br />
Ophrys sind Sexualtäuschblumen und werden, wie der deutsche Name es bezeichnet, von Spinnen und Sandbienen bestäubt. Sie ziehen ihre Bestäuber durch Farbe, Form, Duft und Gestalt an und werden so gereizt, dass sie durch Pseudokopulation die Blüte bestäuben oder die Pollen von einer Blüte auf eine andere übertragen. Diese Vorgänge können an einem warmen Frühlingstag in der Natur beobachtet werden, und man ist immer wieder erstaunt über die hoch spezialisierte Bestäubungsmechanismen, die in der Natur bei den Ophrys Arten vorkommen.<br />
Nach der Bestäubung und der Befruchtung der Blüte entstehen im unterständigen grünen Fruchtknoten tausende winzige Samen. Es dauert dann rund 30 bis 40 Tage, bis die Samenkapsel braun und reif wird und die Samen durch den Wind verbreitet werden.<br />
Zum Keimen der nährgewebelosen Samen braucht es in der Natur mycorrhiza-Pilze, die helfen, mit Kohlenhydraten, Eiweissen, Aminosäuren und Vitamine den Keimungsvorgang zu vollziehen. Auch später wird die Symbiose zwischen Pilz und Pflanze weiterbestehen.</p>
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		<title>Pilze als Lebensgemeinschaft</title>
		<link>http://www.spatz-zeitung.ch/2010/03/02/pilze-als-lebensgemeinschaft/</link>
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		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 13:51:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ss</dc:creator>
				<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Orchideengewächse]]></category>

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		<description><![CDATA[

Mykorrhiza bei Orchideen
Die Lebensgemeinschaft oder Symbiose einer Pflanze mit einem Wurzelpilz wird Mykorrhiza genannt. Ohne diese wichtige Lebensgemeinschaft wäre Keimung und Wachstum bei den circa 25&#8242;000 Orchideenarten nicht möglich.
Es ist erstaunlich, dass eine so hoch spezialisierte Pflanzenfamilie wie die der Orchidaceae weltweit verbreitet ist und, trotz der eigenartigen Entwicklungsstufen der einzelnen Arten, die zahlreichste Blütenpflanzenfamilie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1297" title="Pilze_100130" src="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2010/03/Pilze_100130.jpg" alt="Pilze_100130" width="200" height="298" /></p>
<p><strong></strong><br />
<strong>Mykorrhiza bei Orchideen</strong><br />
Die Lebensgemeinschaft oder Symbiose einer Pflanze mit einem Wurzelpilz wird Mykorrhiza genannt. Ohne diese wichtige Lebensgemeinschaft wäre Keimung und Wachstum bei den circa 25&#8242;000 Orchideenarten nicht möglich.</p>
<p>Es ist erstaunlich, dass eine so hoch spezialisierte Pflanzenfamilie wie die der Orchidaceae weltweit verbreitet ist und, trotz der eigenartigen Entwicklungsstufen der einzelnen Arten, die zahlreichste Blütenpflanzenfamilie geworden ist.<span id="more-1295"></span></p>
<p><strong>Noël Bernard, der Entdecker</strong><br />
Die Symbiose oder Lebensgemeinschaft, die der Samen und die Wurzeln mit einem oder mehreren Pilzen eingehen, wurde vom französischen Forscher Noël Bernard 1909 entdeckt und beschrieben. Seit der Entdeckung von Bernard haben viele Forscher wie Burgeff (1936), Curtis (1939) und Harley (1959) über die spezielle Lebensweise der Orchideen geforscht. Heute ist die Forschung über die Mykorrhiza der Landpflanzen, im Speziellen der Orchideen, ein wichtiges Thema für viele Forscher geworden.</p>
<p><strong>Die kleinsten Samen</strong><br />
Unter den Blütenpflanzen haben die Orchideen und die Begonien die kleinsten Samen. Das Gewicht pro Samen schwankt zwischen 0,3 und 14 μg (tausendstel Gramm). Im Gegensatz zu den grösseren Samen der meisten Blütenpflanzen ist in derartig winzigen Samen kein Raum zur Aufbewahrung von Nährstoffen, die für das Wachstum der Keimlinge nötig sind. Jeder Orchideensamen besteht aus einem aus acht bis hundert Zellen aufgebauten Embryo, der mit einer Samenschale oder einem Suspensor verbunden ist. Da im Samen der Orchideen kein Nährgewebe vorhanden ist, kann man sagen, dass sie auch kein Keimblatt besitzen.</p>
<p><strong>Rekorde</strong><br />
Mit den winzigen Samen haben die Orchideen eine bei den Blütenpflanzen seltene Strategie entwickelt, indem sie Samenkapseln mit tausenden Samen bilden. Rolfe (1919) schätzte, dass eine Kapsel von der Schwanenorchidee (Cychnoches chlorochilon) um 3&#8242;751&#8242;000 Samen enthält und jede Pflanze mehrere Samenkapseln hervorbringt, was zu einer astronomischen Anzahl Samen pro Pflanze führt.</p>
<p><strong>Sind Orchideensamen infiziert?</strong><br />
Oakes Ames (1874-1950), ein ameri­ka­­­nischer Orchidologe, vertrat die An­sicht, dass aufgrund der Anzahl und der Leichtigkeit der Orchideensamen, die durch Wind auf weiten Strecken verbreitet werden können, sie zu den ersten Blütenpflanzen gehörten, die nach dem Vulkanausbruch auf Krakatau (1887) die Insel zwischen Sumatra und Java wieder besiedelten. Waren die Orchideensamen, die dort durch Wind ver­breitet wurden, bereits mit Pilzsporen infiziert?</p>
<p><strong>Ohne Pilze keine Keimung</strong><br />
Weltweit finden wir im Erdreich sowie zum Beispiel auf der Rinde von Bäumen, auf abgestorbenen Tieren und Pflanzen Pilze, die in der Natur verschiedene Aufgaben erfüllen.<br />
Zum Keimen und Leben brauchen alle Orchideen aber spezifische Mykorrhiza-Pilze. Diese dringen bei Samen, die verbreitet wurden, mit feinen Fäden (Hyphen) durch die aufgequollene Samenhaut in den Em­bryo und führen so dem nährgeweblosen Keimling lebenswichtige Stoffe wie Kohlenhydrate, Eiweisse, Aminosäuren, Vitamine und Hor­mo­ne zu. Der helfende Pilz kann dem keimenden Samen sogar beim Wasserhaushalt wesentlich dienen. So­bald der junge Orchideenkeimling grüne Blätter und durch Photosyn­the­se eigene vitale Stoffe aufbauen kann, entsteht ein physiologisches Gleich­gewicht zwischen den beiden Partnern. Dies ist aber nur ein Ideal­zu­stand. Der Pilz kann im Extremfall zu einem Parasiten werden und somit den Partner «auffressen». Eine an­dere Möglichkeit besteht, dass der Keimling das Pilzgewebe restlos verdaut und somit die Symbiose zerstört.</p>
<p><strong>Ausgeglichene Lebensgemeischaft</strong><br />
Eine andere Mykorrhiza gibt es bei den grünen Orchideen, die in ih­ren Wurzelzellen Ständerpilz-Fäden knäu­elartig als Pelotons beherbergen. Diese Pelotons stehen mit dem Mycelium (Pilzfäden) in Verbindung, das von der Wurzel ins Erdreich ausstrahlt. Die grüne Pflanze versorgt den Pilz mit Kohlenhydraten (Zucker) aus der Photosynthese. Der Pilz hingegen verbessert die Aufnahme der lebenswichtigen Mineralsalze für die grüne Orchidee.</p>
<p><strong>Der Extremfall</strong><br />
Den Extremfall der Ernährungsform bei Orchideen finden wir bei den chlorophyllosen Arten wie beispielsweise bei der Nestwurz Neottia nidus-avis, die alle lebensnotwendigen Nährstoffe von ihren Pilzen erhält. Die Orchidee wird buchstäblich zum Schmarotzer des Pilzes</p>
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		<title>Hervorragender Kunsthandwerker</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 10:27:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ss</dc:creator>
				<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Orchideengewächse]]></category>

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Erich Nelson – Orchideenzeichner
Dem Künstler und wissenschaftlichen Zeichner Erich Nelson gelang es wie keinem anderen, präzise und ästhetische Informationen auf einem einzigen Blatt Papier zusammenzuführen.
Erich Nelson verlebte seine Kindheit in Berlin und schlug nach dem Ersten Weltkrieg eine Laufbahn als Kunstmaler ein. Er spezialisierte sich insbesondere auf Landschaftsaquarelle und Vegetationsstudien. Auf seiner Italienreise von 1928 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2010/02/Orchidee_Ophrys-fuciflorae.jpg" class="lightview" rel="gallery[1186]"><img class="alignleft size-full wp-image-1188" title="Orchidee_Ophrys-fuciflorae" src="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2010/02/Orchidee_Ophrys-fuciflorae.jpg" alt="Orchidee_Ophrys-fuciflorae" width="200" /></a></strong><br />
<strong>Erich Nelson – Orchideenzeichner</strong><br />
Dem Künstler und wissenschaftlichen Zeichner Erich Nelson gelang es wie keinem anderen, präzise und ästhetische Informationen auf einem einzigen Blatt Papier zusammenzuführen.<span id="more-1186"></span></p>
<p>Erich Nelson verlebte seine Kindheit in Berlin und schlug nach dem Ersten Weltkrieg eine Laufbahn als Kunstmaler ein. Er spezialisierte sich insbesondere auf Landschaftsaquarelle und Vegetationsstudien. Auf seiner Italienreise von 1928 hatte er seine erste Begegnung mit Orchideen. Sie sollten fortan seinen Lebensinhalt als Künstler, Forscher und Wissenschaftlicher Zeichner  bilden.</p>
<p>Im Zusammenhang mit dem Erstarken des Nationalsozialismus musste er mit seiner Frau Gerda Deutschland verlassen und fand nach einer Zwischenstation in Südtirol seine zweite Heimat in Chernex ob Montreux. Nach vielen Reisen und unermüdlicher malerischer Tätigkeit, aber auch nach intensiven Literaturstudien veröffentlichte er zwischen 1954 und 1976 seine vier Hauptwerke.</p>
<p>1980 verstarb Erich Nelson bei einem tragischen Verkehrsunfall und hinterliess eine Vielzahl von wissenschaftlichen Zeichnungen, Studien und Aquarellen. Das künstlerische Werk liegt seither konserva­torisch gepflegt im Archiv der Nelson-Stiftung in Bern, die 2001 posthum auch einen weiteren Band seiner Arbeit herausgab.</p>
<p>Sämtliche 745 Orchideen- Zeich­nungen, Aquarelle und Studien von Erich Nelson sind im Botanischen Institut der Universität Basel durch die Schweizerische Orchideenstiftung am Herbarium Jany Renz digitalisiert, georeferenziert und nomenklatorisch aktualisiert worden und der internationalen Offentlichkeit über die Webseite der Stiftung www.orchid.unibas.ch zugänglich gemacht. Das Druckwerk wird vom Koeltz Verlag in Königstein, Deutschland, weiterhin vertrieben.</p>
<p>Erich Nelson war Künstler und zugleich wissenschaftlicher Zeichner. Als Künstler hat er mit seinen Landschaftsaquarellen wie die Impressionisten die Schönheit der Natur mit grossem Empfinden sehr gekonnt veranschaulicht. Als wissenschaftlicher Zeichner hingegen hat Erich Nelson es verstanden, die europäischen Orchideen mit exakten Zeichnungen zu dokumentieren. Seine wissenschaftlichen Zeichnungen zäh­len sicher zu den besten, die es überhaupt gibt. Dank seiner Zeichnungen hat er die Gestaltwandlung im Blütenbereich der verschiedenen Orchideenarten dokumentiert und somit gezeigt, dass Orchideen in Farbe und Form innerhalb einer Art sehr varieren können, was bedeutet, dass unsere einheimischen Orchideenarten genetisch immer noch sehr unstabil sind. Heute kann man mit den DNA- Analysen im Bereich der Artbildung seine zeichnerischen Feststellungen nachvollziehen.<br />
Der wissenschaftliche Zeichner ist heute noch für diese Art der ­Dokumentation unersetzbar, da weder der Elektronenrechner noch die Fotographie imstande sind, so viele präzise und ästhetische Informationen auf einem einzigen Blatt Papier zu liefern.</p>
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		<title>Orchideen bestimmen – der Computer machts möglich</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Dec 2009 12:49:27 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Orchideengewächse]]></category>

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Bestimmungsschlüssel für europäische Orchideen
Seit Anfang 2009 ist der Zugang zu den Europäischen Orchideenarten in der Bilddatenbank auf der Website der Schweizerischen Orchideenstiftung am Herbarium Jany Renz mittels eines interaktiven Schlüssels möglich.
Wenn die Tage kürzer werden, begeben sich einige unserer einheimischen Orchideen in ihre Winterruhe. Für diese Arten ist die Wachstums- und Reproduktionsphase vorbei, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1110" title="orchidee_G_repens" src="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2009/12/orchidee_G_repens.jpg" alt="orchidee_G_repens" width="200" height="200" /></p>
<p><strong> </strong><br />
<strong>Bestimmungsschlüssel für europäische Orchideen</strong><br />
Seit Anfang 2009 ist der Zugang zu den Europäischen Orchideenarten in der Bilddatenbank auf der Website der Schweizerischen Orchideenstiftung am Herbarium Jany Renz mittels eines interaktiven Schlüssels möglich.<span id="more-1109"></span></p>
<p>Wenn die Tage kürzer werden, begeben sich einige unserer einheimischen Orchideen in ihre Winterruhe. Für diese Arten ist die Wachstums- und Reproduktionsphase vorbei, die Blüten sind längst verwelkt, die Früchte abgefallen und die Samen verstreut, das Leben zieht sich in die gut geschützten unterirdischen Knollen und Rhizome zurück. Andere Arten wie Ophrys apifera, Anacamptis pyramidalis Orchis morio und Himantoglossum hircinum bilden schon im Herbst neue Blattrosetten zur Vorbereitung der neuen Blütenzeit im nächsten Frühjahr.<br />
Daher ist die Winterzeit sowohl für manche Pflanzen als auch für den Liebhaber einheimischer Orchideen eine Ruhezeit. Beste Zeit also, die durch das Jahr entstandenen Fotografien zu sortieren und die Pflanzen nachträglich zu bestimmen. Dabei kann der neue, interaktive Bestimmungsschlüssel auf der Webseite der Schweizerischen Orchideenstiftung von grosser Hilfe sein.</p>
<p>Die Stiftung ist nunmehr seit acht Jahren mit dem Aufbau einer grossen Bilddatenbank (World Orchid Iconography) beschäftigt, mit dem Ziel, darin jede der bisher rund 25‘000 weltweit bekannten Orchideenarten mit qualitativ hochwertigem Bildmaterial zu dokumentieren. Bisher sind rund 8‘000 Arten mit rund 65‘000 Fotografien in der Datenbank erfasst und können über die Webseite frei abgerufen werden. Im Gegensatz zur enormen Artenvielfalt der Orchideen tropischer Klimazonen, von denen noch viele in der Datenbank fehlen, kommen in den mediterranen, temperaten und borealen Klimazonen vergleichsweise wenige Arten vor. Dennoch finden sich in Europa rund 190 verschiedene Orchideenarten, wovon rund 70 in der Schweiz vorkommen.</p>
<p>Seit kurzem ist der Zugang zu den europäischen Orchideenarten in der Bilddatenbank nebst einer einfachen Namenssuche auch mittels eines interaktiven Bestimmungschlüssels möglich. Dieser erlaubt den Besuchern der Webseite, ihnen nicht bekannte Orchideen mit einfachsten Mitteln nach verschiedenen morphologischen Kriterien zu bestimmen: So kann zum Beispiel eine Auswahl von Orchideenarten mit gefleckten, lanzettlichen Blättern und pinkfarbenen Blüten erstellt werden. Werden weitere Kriterien, wie zum Beispiel der Blütenbau, hinzugenommen, so verringert sich die Auswahl der in Frage kommenden Arten weiter erheblich. Dies lässt sich solange fortsetzen, bis nur noch eine mögliche Art verbleibt und diese somit eindeutig bestimmt ist. Die so bestimmten Orchideenarten sind mit vielen Fotografien aus der Bilddatenbank der Stiftung illustriert und zeigen damit auch die für viele Orchideen so typische, innerartliche Variation im Erscheinungsbild auf. Im Gegensatz zum klassischen dichotomen Bestimmungsschlüssel, bei dem die Reihenfolge der zu betrachtenden Merkmale streng vorgegeben ist, erlaubt der interaktive Schlüssel, die Merkmale in frei wählbarer Reihenfolge auszuwählen, und es gibt, im Gegensatz zum klassischen Schlüssel, keine unbeantwortbaren Verzweigungen mehr, wenn ein bestimmtes Merkmal nicht gut erkannt werden kann.</p>
<p>Der Orchideenschlüssel befindet sich auf der Homepage der Schweizerischen Orchideenstiftung am Herbarium Jany Renz:<br />
<a href="http://www.orchid.unibas.ch" target="_blank" onclick="javascript:pageTracker._trackPageview ('/outbound/www.orchid.unibas.ch');">www.orchid.unibas.ch</a></p>
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		<title>Blumenpracht auf Bauernhof</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Nov 2009 13:37:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ss</dc:creator>
				<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Orchideengewächse]]></category>

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Orchideen
Die Trockenhangwiese des Hofes Monnat im Jura ist mit ihren 16 Orchideenarten ein erhaltenswertes Orchideenbiotop.
Wandert man vom Bauernhof von Sur la Croix oberhalb St.-Ursanne oder Courtemautruy nach Seleute, kommt man nach dem Wäldchen oberhalb des Hofes Monnat an. Auf der rechten Seite der asphaltierten Strasse kommt man an steilen, grasbedeckten Hängen vorbei. Die Fläche des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2009/11/orch_z_wiese_monnat049.jpg" class="lightview" rel="gallery[1052]"><img class="alignleft alignnone size-full wp-image-1053" style="float: left;" title="orch_z_wiese_monnat049" src="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2009/11/orch_z_wiese_monnat049.jpg" alt="" width="200" /></a><strong><br />
Orchideen</strong><br />
Die Trockenhangwiese des Hofes Monnat im Jura ist mit ihren 16 Orchideenarten ein erhaltenswertes Orchideenbiotop.<span id="more-1052"></span></p>
<p>Wandert man vom Bauernhof von Sur la Croix oberhalb St.-Ursanne oder Courtemautruy nach Seleute, kommt man nach dem Wäldchen oberhalb des Hofes Monnat an. Auf der rechten Seite der asphaltierten Strasse kommt man an steilen, grasbedeckten Hängen vorbei. Die Fläche des Biotopes ist 1 Hektar gross, und es grenzt auf der Oberseite an einen Buchenwald an. Die Biotopfläche ist südexponiert auf einer Mergelschicht.</p>
<p>Seit dem Mittelalter wurde die Fläche als Weide extensiv bewirtschaftet. Vor rund 30 Jahren wurde die Strasse asphaltiert, und der Besitzer des Hofes Monnat entschied sich aus Sicherheitsgründen, den Weidehag für seine Kühe auf die linke Seite der Strasse zu verlegen, was bedeutete, dass der Grashang allmählich durch eine natürliche Sukzession zuerst in einen Strauch-Wald überging und später zu einem Mischwald wurde.</p>
<p>Da ich das Biotop seit meiner Jugendzeit kannte und jährlich mehrmals besuchte, lud ich den Besitzer mit seiner Frau und seinen Kindern ein, die Blütenpracht ihrer Trockenhangwiese zu besuchen. Um glaubwürdig zu sein, wählte ich dafür mit der Blütezeit der langblättrigen Waldvögelein die schönste Periode. Die Bauernfrau war über die Blumenpracht auf ihrem Land, das 800 Meter über Meer liegt, sehr erstaunt, und als ich ihr die vielen einheimischen Orchideen zeigte, war sie überwältigt. Sie sagte, sie hätte nie gedacht, dass auf ihrem Land Orchideen gedeihen.</p>
<p>Nach reiflicher Überlegung entschied der Bauer, mir das Biotop zur weiteren Naturpflege auf  unbegrenzte Zeit zu übergeben. Seit dreissig Jahren wird die Fläche im November mit Schülern der Gewerbeschule Basel einen Tag lang gepflegt. Die Pflegemassnahmen sind nötig, um die Strauch- und Wald-Sukzessionen zu verhindern und das Areal für krautige Pflanzen offen zu halten.</p>

<a href='http://www.spatz-zeitung.ch/2009/11/14/blumenpracht-auf-bauernhof/orch_z_wiese_monnat049/' title='orch_z_wiese_monnat049'><img width="150" height="150" src="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2009/11/orch_z_wiese_monnat049-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="orch_z_wiese_monnat049" /></a>
<a href='http://www.spatz-zeitung.ch/2009/11/14/blumenpracht-auf-bauernhof/orch_anacamptis-pyramidalis/' title='orch_anacamptis-pyramidalis'><img width="150" height="150" src="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2009/11/orch_anacamptis-pyramidalis-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="orch_anacamptis-pyramidalis" /></a>
<a href='http://www.spatz-zeitung.ch/2009/11/14/blumenpracht-auf-bauernhof/orch_cephalanthera-damasonium/' title='orch_cephalanthera-damasonium'><img width="150" height="150" src="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2009/11/orch_cephalanthera-damasonium-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="orch_cephalanthera-damasonium" /></a>
<a href='http://www.spatz-zeitung.ch/2009/11/14/blumenpracht-auf-bauernhof/orch_cephalanthera-longifolia/' title='orch_cephalanthera-longifolia'><img width="150" height="150" src="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2009/11/orch_cephalanthera-longifolia-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="orch_cephalanthera-longifolia" /></a>
<a href='http://www.spatz-zeitung.ch/2009/11/14/blumenpracht-auf-bauernhof/orch_cephalanthera-rubra/' title='orch_cephalanthera-rubra'><img width="150" height="150" src="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2009/11/orch_cephalanthera-rubra-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="orch_cephalanthera-rubra" /></a>
<a href='http://www.spatz-zeitung.ch/2009/11/14/blumenpracht-auf-bauernhof/orch_dactylorhiza-fuchsii/' title='orch_dactylorhiza-fuchsii'><img width="150" height="150" src="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2009/11/orch_dactylorhiza-fuchsii-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="orch_dactylorhiza-fuchsii" /></a>
<a href='http://www.spatz-zeitung.ch/2009/11/14/blumenpracht-auf-bauernhof/orch_epipactis-atrorubens/' title='orch_epipactis-atrorubens'><img width="150" height="150" src="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2009/11/orch_epipactis-atrorubens-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="orch_epipactis-atrorubens" /></a>
<a href='http://www.spatz-zeitung.ch/2009/11/14/blumenpracht-auf-bauernhof/orch_epipactis-helleborine/' title='orch_epipactis-helleborine'><img width="150" height="150" src="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2009/11/orch_epipactis-helleborine-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="orch_epipactis-helleborine" /></a>
<a href='http://www.spatz-zeitung.ch/2009/11/14/blumenpracht-auf-bauernhof/orch_gymnadenia-conopsea/' title='orch_gymnadenia-conopsea'><img width="150" height="150" src="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2009/11/orch_gymnadenia-conopsea-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="orch_gymnadenia-conopsea" /></a>
<a href='http://www.spatz-zeitung.ch/2009/11/14/blumenpracht-auf-bauernhof/orch_gymnadenia-odoratissima/' title='orch_gymnadenia-odoratissima'><img width="150" height="150" src="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2009/11/orch_gymnadenia-odoratissima-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="orch_gymnadenia-odoratissima" /></a>
<a href='http://www.spatz-zeitung.ch/2009/11/14/blumenpracht-auf-bauernhof/orch_listera-ovata/' title='orch_listera-ovata'><img width="150" height="150" src="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2009/11/orch_listera-ovata-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="orch_listera-ovata" /></a>
<a href='http://www.spatz-zeitung.ch/2009/11/14/blumenpracht-auf-bauernhof/orch_neottia-nidus-avis/' title='orch_neottia-nidus-avis'><img width="150" height="150" src="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2009/11/orch_neottia-nidus-avis-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="orch_neottia-nidus-avis" /></a>
<a href='http://www.spatz-zeitung.ch/2009/11/14/blumenpracht-auf-bauernhof/orch_ophrys-apifera/' title='orch_ophrys-apifera'><img width="150" height="150" src="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2009/11/orch_ophrys-apifera-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="orch_ophrys-apifera" /></a>
<a href='http://www.spatz-zeitung.ch/2009/11/14/blumenpracht-auf-bauernhof/orch_ophrys-fuciflora/' title='orch_ophrys-fuciflora'><img width="150" height="150" src="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2009/11/orch_ophrys-fuciflora-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="orch_ophrys-fuciflora" /></a>
<a href='http://www.spatz-zeitung.ch/2009/11/14/blumenpracht-auf-bauernhof/orch_orchis-militaris/' title='orch_orchis-militaris'><img width="150" height="150" src="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2009/11/orch_orchis-militaris-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="orch_orchis-militaris" /></a>
<a href='http://www.spatz-zeitung.ch/2009/11/14/blumenpracht-auf-bauernhof/orch_orchis-ustulata/' title='orch_orchis-ustulata'><img width="150" height="150" src="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2009/11/orch_orchis-ustulata-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="orch_orchis-ustulata" /></a>
<a href='http://www.spatz-zeitung.ch/2009/11/14/blumenpracht-auf-bauernhof/orch_platanthera-chlorantha/' title='orch_platanthera-chlorantha'><img width="150" height="150" src="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2009/11/orch_platanthera-chlorantha-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="orch_platanthera-chlorantha" /></a>

<p><strong>Die 16 Orchideenarten auf dem Hof Monnat</strong></p>
<ul>
<li>Orchis militaris – Helmknabenkraut</li>
<li>Orchis ustulata – Brandorchis</li>
<li>Anacamptis pyramidalis – Spitzorchis</li>
<li>Gymnadenia conopsea – Grosse Händelwurz</li>
<li>Gymnadenia odoratissima – Wohlriechende Händelwurz</li>
<li>Neottia nidus-avis – Vogelnestwurz</li>
<li>Cephalanthera rubra – Rotes Waldvögelein</li>
<li>Cephalanthera longifolia – Langblättriges Waldvögelein</li>
<li>Cephalanthera damasonium – Weisses Waldvögelein</li>
<li>Listera ovata – Zweiblatt</li>
<li>Platanthera chlorantha – Grünliche Waldhyazinthe</li>
<li>Dactylorhiza fuchsii – Fuchs Knabenkraut</li>
<li>Ophrys fuciflora – Bienen Ragwurz</li>
<li>Ophrys apifera – Hummel Ragwurz</li>
<li>Epipactis atrorubens – Braunrote Stendelwurz</li>
<li>Epipactis helleborine – Breitblättrige Stendelwurz</li>
</ul>
<p>Rund 20 Schüler der Gärtnerfachklasse der Gewerbeschule Basel werden zusammen mit dem Lehrpersonal über den Arbeitseinsatz gründlich informiert und vorbereitet. Das Gras und die Sträucher werden dort, wo es verantwortbar ist, mit Freischneidemäher gemäht. An den sehr steilen Hängen und am Waldrand wird mit Scheren und Handsägen gearbeitet. Damit die Tierwelt nicht zu sehr beinträchtigt wird, werden gewisse Flächen abwechslungsweise alle zwei oder drei Jahre gesäubert. Nach einem Tag Arbeit ist die Trockenhangwiese für ein Jahr gepflegt.</p>
<p>Auf dieser Fläche gibt es 16 Arten Orchideen. Orchideen sind in diesem Fall eindeutige Zeigerpflanzen, da in diesem Biotop rund 120 andere Blütenpflanzern vorkommen, die vom Frühjahr bis spät in den Herbst hinein abwechslungsweise blühen und den Bestäubern Nahrung zur Verfügung stellen. Im Sommer ist die Wiese mit Blumen und allerhand Insekten belegt. In den 30 Jahren Biotoppflege haben sich manche Orchideenarten stark vermehrt, andere Arten sind in ihrer Zahl stabil geblieben, keine Art ist ausgestorben.</p>
<p>Solche Biotope gab es vor 50 Jahren viele. Leider sind sie infolge mangelnder Pflege durch natürliche Sukzessionen zu Wald übergegangen. Es wäre in Zukunft wichtig, solche Biotope als Inseln zu erhalten, zu pflegen und mit anderen Naturbiotopen zu verknüpfen, damit die Artenvielfalt unserer einheimischen Natur nicht für immer verschwindet. Dies ist zum Beispiel für einige Orchideenarten heute schon in England der Fall.</p>
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		<title>Einzigartiges Bildarchiv</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Oct 2009 11:17:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ss</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Orchideengewächse]]></category>

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		<description><![CDATA[
Karlheinz Senghas’ Diasammlung
Die Schweizerische Orchideenstiftung hat die Bildersammlung vom bekannten Orchideenexperten und Kustos des Botanischen Gartens Heidelberg Dr. Karlheinz Senghas in ihre virtuelle «World Orchid Iconography» aufgenommen.
Wussten Sie, dass das Botanische Institut der Universität Basel mit der Schweizerischen Orchideenstiftung am Herbarium Jany Renz eine der weltbesten Webseiten über Orchideen aus aller Welt besitzt? Wer die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2009/10/orchidee_606304.jpg" class="lightview" rel="gallery[1027]"><img class="alignleft alignnone size-medium wp-image-1034" style="float: left;" title="orchidee_606304" src="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2009/10/orchidee_606304.jpg" alt="" width="200" /></a><strong><br />
Karlheinz Senghas’ Diasammlung</strong><br />
Die Schweizerische Orchideenstiftung hat die Bildersammlung vom bekannten Orchideenexperten und Kustos des Botanischen Gartens Heidelberg Dr. Karlheinz Senghas in ihre virtuelle «World Orchid Iconography» aufgenommen.</p>
<p>Wussten Sie, dass das Botanische Institut der Universität Basel mit der Schweizerischen Orchideenstiftung am Herbarium Jany Renz eine der weltbesten Webseiten über Orchideen aus aller Welt besitzt? <span id="more-1027"></span>Wer die Websei­te besucht (www.orchid.unibas.ch) stellt schnell fest, dass die Bildersammlung ausserordentlich umfangreich ist und weite Teile der weltweit bekannten Orchideen abdeckt (insgesamt mehr als 60&#8242;000 Bilder).</p>
<p>In den letzten Monaten sind weitere 10’500 Bilder und Zeichnungen dazugekommen: Die Schweizerische Orchideenstiftung hat in unzähligen Arbeitsstunden die private Diasammlung von Dr. Karlheinz Senghas gesichtet, digitalisiert und in ihre «World Orchid Iconography» aufgenommen. Dies ermöglicht den Orchideenforschern und -liebhabern Zugang zu neuem, umfangreichem Bildmaterial, welches alle Orchideen aller Kontinente abdeckt, in welchen diese natürlicherweise vorkommen, und zeigt jeweils verschiedene Aufnahmen einer Pflanze. Alle Fotos und Zeichnungen wurden mit der Monocotlist von Royal Botanic Gardens Kew nomenklatorisch aktualisiert, und die Bilder, welche mit geographischen Angaben versehen waren, wurden georeferenziert.</p>

<a href='http://www.spatz-zeitung.ch/2009/10/20/einzigartiges-bildarchiv/orchidee_604494/' title='orchidee_604494'><img width="150" height="150" src="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2009/10/orchidee_604494-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="orchidee_604494" /></a>
<a href='http://www.spatz-zeitung.ch/2009/10/20/einzigartiges-bildarchiv/orchidee_604506/' title='orchidee_604506'><img width="150" height="150" src="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2009/10/orchidee_604506-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="orchidee_604506" /></a>
<a href='http://www.spatz-zeitung.ch/2009/10/20/einzigartiges-bildarchiv/orchidee_604649/' title='orchidee_604649'><img width="150" height="150" src="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2009/10/orchidee_604649-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="orchidee_604649" /></a>
<a href='http://www.spatz-zeitung.ch/2009/10/20/einzigartiges-bildarchiv/orchidee_605248/' title='orchidee_605248'><img width="150" height="150" src="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2009/10/orchidee_605248-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="orchidee_605248" /></a>
<a href='http://www.spatz-zeitung.ch/2009/10/20/einzigartiges-bildarchiv/orchidee_605539/' title='orchidee_605539'><img width="150" height="150" src="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2009/10/orchidee_605539-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="orchidee_605539" /></a>
<a href='http://www.spatz-zeitung.ch/2009/10/20/einzigartiges-bildarchiv/orchidee_606127/' title='orchidee_606127'><img width="150" height="150" src="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2009/10/orchidee_606127-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="orchidee_606127" /></a>
<a href='http://www.spatz-zeitung.ch/2009/10/20/einzigartiges-bildarchiv/orchidee_606304/' title='orchidee_606304'><img width="150" height="150" src="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2009/10/orchidee_606304-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="orchidee_606304" /></a>
<a href='http://www.spatz-zeitung.ch/2009/10/20/einzigartiges-bildarchiv/orchidee_606557/' title='orchidee_606557'><img width="150" height="150" src="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2009/10/orchidee_606557-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="orchidee_606557" /></a>
<a href='http://www.spatz-zeitung.ch/2009/10/20/einzigartiges-bildarchiv/orchidee_606857/' title='orchidee_606857'><img width="150" height="150" src="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2009/10/orchidee_606857-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="orchidee_606857" /></a>
<a href='http://www.spatz-zeitung.ch/2009/10/20/einzigartiges-bildarchiv/orchidee_607053/' title='orchidee_607053'><img width="150" height="150" src="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2009/10/orchidee_607053-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="orchidee_607053" /></a>
<a href='http://www.spatz-zeitung.ch/2009/10/20/einzigartiges-bildarchiv/orchidee_608277/' title='orchidee_608277'><img width="150" height="150" src="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2009/10/orchidee_608277-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="orchidee_608277" /></a>
<a href='http://www.spatz-zeitung.ch/2009/10/20/einzigartiges-bildarchiv/orchidee_608598/' title='orchidee_608598'><img width="150" height="150" src="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2009/10/orchidee_608598-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="orchidee_608598" /></a>

<p>Dr. Karlheinz Senghas wurde 1928 geboren. Nach den üblichen Schulen und der Matura begann er seine Studien in Biologie in Heidelberg, wo er mit Professor Dr. Werner Rauh zusammentraf und bei welchem er später auch seine Dissertation einreichte.</p>
<p>Ab 1960 wurde Karlheinz Senghas von Prof. Dr. Rauh zum wissenschaftlichen Leiter des Botanischen Gartens eingesetzt und bekam die Aufgabe, die Orchideensammlung des Gartens aufzubauen. Durch seine Forschungs- und Sammelreisen wurde die Sammlung des Botanischen Gartens Heidelberg stark ausgebaut (1960: rund 400 lebende Arten; 1993: ca. 6000), daneben knüpfte er Kontakte zu anderen Botanischen Gärten und organisierte Orchideenschauen und -konferenzen und verarbeitete die Ergebnisse schriftlich.</p>
<p>Daneben publizierte er in verschiedenen Orchideenzeitschriften. Seine wichtigste Publikation dürfte die Mitarbeit am fünf Bände umfassenden Schlechter’schen Handbuch «Die Orchideen» sein, welches er als letzter Herausgeber stark prägte. Seine grosse Bibliographie kann auf der Webpage der Stiftung unter Bibliorchidea konsultiert werden.</p>
<p>Diese aktive Arbeit in der Orchideenforschung beschied ihm verschiedene Ehrungen, darunter natürlich die ihm gewidmeten Orchideengattungen Senghasia und Senghasiella und die Coryanthes-Spezies Senghasiana.</p>
<p>Nach seinem Rückzug in den Ruhestand besuchte er nach wie vor Treffen verschiedener Orchideengesellschaften und schrieb für verschiedene Zeitschriften weitere Artikel.</p>
<p>Karlheinz Senghas starb am 4. Februar 2004. Die Diasammlung befindet sich im Besitz der Witwe, Frau Irmgard Senghas.</p>
<p><em>Die Senghas’sche Bildersammlung kann auf der Homepage der Schweizerischen Orchideen­stiftung SOF über den Link «Datenbank­suche», «erweiterte Suche», «Gesammelt/Foto von: ‹K. Senghas›» «Suchen» betrachtet werden<br />
www.orchid.unibas.ch</em></p>
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		<title>Spiranthes – Drehwurz</title>
		<link>http://www.spatz-zeitung.ch/2009/09/26/spiranthes-%e2%80%93-drehwurz/</link>
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		<pubDate>Sat, 26 Sep 2009 09:33:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ss</dc:creator>
				<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Orchideengewächse]]></category>

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		<description><![CDATA[
Orchideengewächse
Die Herbst-Drehwurz, eine Zierde unserer Flora, ist in der Schweiz selten geworden!
Weltweit gibt es rund 50 Spiranthes-Arten. Wenige gedeihen in Europa und Asien, die Mehrzahl in der Neuen Welt, in Australien, eine davon gedeiht in den Pazifischen Inseln.
Der Gattungsname «Spiranthes» wurde durch den französischen Botaniker L.C.Richard im Jahre 1818 in den «Mémoires du Muséum d&#8217;Histoire [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2009/10/orchidee_10_09.jpg" class="lightview" rel="gallery[1003]"><img class="alignleft size-full wp-image-1004" style="float: left;" title="orchidee_10_09" src="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2009/10/orchidee_10_09.jpg" alt="" width="200" /></a><strong><br />
Orchideengewächse</strong><br />
Die Herbst-Drehwurz, eine Zierde unserer Flora, ist in der Schweiz selten geworden!</p>
<p>Weltweit gibt es rund 50 Spiranthes-Arten. Wenige gedeihen in Europa und Asien, die Mehrzahl in der Neuen Welt, in Australien, eine davon gedeiht in den Pazifischen Inseln.</p>
<p>Der Gattungsname «Spiranthes» wurde durch den französischen Botaniker L.C.Richard im Jahre 1818 in <span id="more-1003"></span>den «Mémoires du Muséum d&#8217;Histoire Naturelle, Paris» auf Seite 59 beschrieben. Für seine Abhandlungen benutzte er die Typus-Art Spiranthes autumnalis L.C.Rich., unsere Herbst-Drehwurz. Den Typus-Herbarbeleg findet man heute noch im Botanischen Institut in Paris. Spiranthes autumnalis L.C. Richard ist heute ein Synonym von Spiranthes spiralis (L.) Chevall.</p>
<p>Spiranthes sind kleine bis mittelgrosse terrestrische Pflanzen mit knolligen, geschwollenen Wurzeln. Die grünen Blätter erscheinen meistens grundständig über dem Boden und bilden kleine Rosetten mit fünf bis neun lanzettlichen bis verkehrt-lanzettlichen zarten bis fleischigen, nicht gegliederten Blattspreiten. Im Zentrum der Blattrosette bildet sich der aufrechte Blütenstand ährig und dichtvielblütig. Die kleinen, resupinierten Blüten sind meistens in einer gedrängten Spirale angeordnet in den Farben weiss, grünlich, gelb oder rosa. Oft bleiben die Blüten fast geschlossen und werden von verschiedenen Insekten bestäubt.</p>
<p>Jede Blüte besitzt drei hervorstehende, freistehende Sepalen, die mit den zwei Petalen einen Hut über die Säule bilden. Die Lippe ist meistens etwas länger als die übrigen Blütensegmente und bildet mit dem dorsalen Sepal und den beiden Petalen eine tunnelartige Schleuse zur Säule hin. Im Inneren der Blüte finden wir zwei Drüsen als Nektarium, die mit dem Fruchtknoten verwachsen sind. Im Zentrum der zierlichen Blüte steht die kleine Säule mit zwei tief gespaltenen, mehligen Pollinien, die mit einer einständigen Klebscheibe verbunden sind.</p>
<p>Spiranthes gehören zu den Nektartäuschblumen. Mit Duft, Farbe, Form und Gestalt der Blüte täuschen sie eine perfekte Nektarblüte vor. Da die Blüten den besuchenden Insekten keine Nährung zur Verfügung stellen, ist es erstaunlich, dass trotzdem immer wieder Insekten zu beobachten sind,  die solche Blüten anfliegen und mit den Pollinien auf dem Kopf die Blüten verlassen. Beim nächsten oder mehrmaligen Besuch einer Blüte bestäuben die Insekten mit den Pollinien auf dem Kopf die Narbe, und die Befruchtung im unterständigen Fruchtknoten kann sich vollziehen.</p>
<p>Nach der Bestäubung und der Befruchtung schwillt der unterständige Fruchtknoten an, und viele Samen werden gebildet. Innerhalb von vier bis fünf Wochen sind die Samenkapseln reif, und die Samen treten aus und werden durch den Wind verbreitet. In einer Samenkapsel werden je nach Art rund 40&#8242;000 Samen gebildet. Da die Samen sehr klein und leicht sind, können sie mit Hilfe der äusseren Samenschale über sehr weite Strecken verbreitet werden.</p>
<p>Zur Keimung braucht es spezifische Mykorrhiza-Pilze, die dem nährgewebefreien Embryo in einer Symbiose helfen wird zu keimen. Falls kein spezifischer Pilz an der Landungsstelle in der Natur vorhanden ist, kann der Samen nicht keimen.</p>
<p>Es dauert in der Natur viele Jahre, bis der Keimling wieder zu einer blühfähigen Pflanze heranwächst.</p>
<p>Warum die Spiranthes-Arten in der Schweiz in den letzten Jahren selten geworden sind, ist ganz einfach auf die Veränderung, Rückgang und Benutzung der Biotope zurück zu führen.</p>
<p><strong>Spiranthe spiralis (L.) Chevall.-Herbst-Drehwurz, Herbst-Wendelwurz</strong><br />
Die kleinen weissblühenden, zierlichen Pflanzen kommen verstreut in Magerrasen, Heidewiesen, moorigen Berg- und Waldwiesen auf sauren bis neutralen wechselfeuchten Böden vor, in der Schweiz landesweit verstreut und sehr, sehr selten. Die Blütezeit erstreckt sich von Mitte August bis Mitte Oktober. Die Herbst-Drehwurz gedeiht vom Tiefland bis auf 1400 m. ü. M.</p>
<p>Spiranthes – Drehwurz, Wendelähre<br />
Familie:    Orchidaceae – Orchideengewächse<br />
Heimat:    Europa, Asien,  N- und S-Amerika, Australien, Pazifik Inseln</p>
<p>(gr: speira: eine Spirale<br />
anthe: Blume mit einer Hindeutung auf die spiralige Blütenanordnung)</p>
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		<title>Goodyera</title>
		<link>http://www.spatz-zeitung.ch/2009/09/01/goodyera/</link>
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		<pubDate>Tue, 01 Sep 2009 03:41:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ss</dc:creator>
				<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Orchideengewächse]]></category>

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		<description><![CDATA[
Das kriechende Netzblatt
Ein zu entdeckendes kleines Juwel.
Bei Wanderungen in den schattigen, moosigen Föhren, Fichten und Eichenwäldern des Hochjuras oder der Walliser-, Berner- oder Bündner-Alpen findet man blühend von Mitte Juni bis Ende August diese kleine kriechenden Pflanzen. Wo sie vorkommen, sind sie mit Heidekräutern wie zum Beispiel Calluna vulgaris und Erica-Arten vergesellschaftet. Sie kommen oft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2009/09/pflanze_09_09.jpg" class="lightview" rel="gallery[985]"><img class="alignleft alignnone size-full wp-image-986" style="float: left;" title="pflanze_09_09" src="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2009/09/pflanze_09_09.jpg" alt="" width="200" /></a><strong><br />
Das kriechende Netzblatt</strong><br />
Ein zu entdeckendes kleines Juwel.</p>
<p>Bei Wanderungen in den schattigen, moosigen Föhren, Fichten und Eichenwäldern des Hochjuras oder der Walliser-, Berner- oder Bündner-Alpen findet man blühend von Mitte Juni bis Ende August diese kleine kriechenden Pflanzen. Wo sie vorkommen, sind sie mit Heidekräutern <span id="more-985"></span>wie zum Beispiel Calluna vulgaris und Erica-Arten vergesellschaftet. Sie kommen oft verstreut oder manchmal in grösseren Beständen vor, wo die mattweissen Blütenstände die kleinen Pflanzen zum Entdecken verleiten.</p>
<p>Die Gattung wurde 1813 vom englischen Botaniker Robert Brown in der zweite Auflage von Aiton&#8217;s Hortus Kewensis auf Seite 197 begründet. Weltweit gibt es rund 40 Arten, verbreitet in der nördlichen Hemisphäre, von Madagaskar bis ins tropische Asien. Die Gattung fehlt in Afrika, Australien und Neuguinea.</p>
<p>Es sind kleine bis mittelgrosse terrestrische Pflanzen mit waagrecht wachsenden Stämmen oder Rhizome mit entweder grundständigen oder gehäuften grünen, gestielten Blättern. Manche Arten haben fleischige Blätter mit farbiger, netzartiger Beaderung. Die Blütenstände stehen aufrecht, entweder wenig- oder vielblütig. Die Blüten sind traubig angeordnet, wobei der Schaft meist flaumig oder drüsig behaart ist.</p>
<p>Die Blüten sind bei den Goodyeren verhältnismässig klein und fallen deswegen in der Natur kaum auf. Sie sind auf dem Blütenstengel meist einseitswendig und oft auf der Aussenseite flaumig behaart oder drüsig. Die drei Sepalen und die zwei Petalen sehen meist gleich aus und bilden zusammen einen Hut oder einen fischartigen Mund. Im unteren Teil der Blüte finden wir die ungeteilte, sackartig vertiefte oder konkave, stumpf spitzige Lippe. Alle Blütenteile sind mit Haaren oder Drüsen besetzt. Im Zentrum der Blüte findet man die kurze, kleine Säule, auf der sich zwei birnen- bis keulenförmige, körnige Pollinien befinden. Darunter finden wir ungeteilt die Narbe.</p>
<p>Goodyera gehören zu der Gruppe der Nektartäuschblumen, sie werden durch Fliegen, Falter, Motten und andere Insekten besucht. Diese Bestäuber werden durch Farbe, Form und Duft irregeführt, da die Blüte keinen Nektar liefert. Die Blüte wird aber durch den Besuch verschiedener Insekten somit bestäubt.</p>
<p>Nach der Befruchtung entstehen im unterständigen Fruchtknoten tausende Samen, die nach der Reife der Samenkapseln durch Wind in die Natur verstreut werden. Da Orchideensamen kein Nährgewebe enthalten, können sie ohne spezifische Pilze nicht keimen. Die Lebensgemeinschaft oder Symbiose einer Orchidee mit einem Wurzerlpilz wird als Mykorrhiza bezeichnet. Die Keimung und das Wachstum der Orchideensamen in der Natur wird erst durch die Mykorrhiza ermöglicht. Diese spezifische Wurzelpilze können heute aus den Orchideenwurzeln extrahiert und im Labor rein kultiviert werden, um sie später bei In-Vitro-Aussaaten dem Samen zur Verfügung zu stellen, um so die Keimung einheimischer Orchideen im Labor zu vollziehen.</p>
<p><strong>Goodyera – Kriechendes Netzblatt</strong><br />
kriechende Goodyere, Moosorchis, Mooswurz<br />
Familie: Orchidaceae – Orchideengewächse<br />
Heimat: Europa, Kleinasien, Kaukasaus Krim, Asien bis Japan, Nordamerika (fehlt im Mittelmeerraum)<br />
Die Gattung Goodyera ist nach dem englischen Botaniker John Goodyer (1592 bis 1664) benannt</p>
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		<title>Epipactis</title>
		<link>http://www.spatz-zeitung.ch/2009/06/25/epipactis/</link>
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		<pubDate>Thu, 25 Jun 2009 09:05:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ss</dc:creator>
				<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Orchideengewächse]]></category>

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		<description><![CDATA[
Schönheiten unserer
Wälder und Feuchtbiotope
Über Europa bis nach Nordamerika gibt es rund fünfzehn bis zwanzig Epipactis-Arten. In der Schweiz gedeihen in lichten bis schattigen Wäldern sechs verschiedene Sumpfwurz-Arten. Epipactis palustris (L.) Crantz gedeiht in Feuchtbiotopen und blüht dort mit relativ grossen Blüten. Leider ist durch die Trockenlegung dieser Biotope die weisse Sumpfwurz eher selten geworden.
Die Gattung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2009/06/pflanze_epipactispalustris.jpg" class="lightview" rel="gallery[966]"><img class="alignleft alignnone size-full wp-image-967" style="float: left;" title="pflanze_epipactispalustris" src="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2009/06/pflanze_epipactispalustris.jpg" alt="" width="200" /></a><strong><br />
Schönheiten unserer<br />
Wälder und Feuchtbiotope</strong><br />
Über Europa bis nach Nordamerika gibt es rund fünfzehn bis zwanzig Epipactis-Arten. In der Schweiz gedeihen in lichten bis schattigen Wäldern sechs verschiedene Sumpfwurz-Arten. Epipactis palustris (L.) Crantz gedeiht in Feuchtbiotopen und blüht dort mit relativ grossen Blüten. Leider ist durch die Trockenlegung dieser Biotope die weisse Sumpfwurz eher selten geworden.<span id="more-966"></span></p>
<p>Die Gattung Epipactis wurde im Jahre 1757 von Johann Zinn im «Catalogus plantarum horti academici et agri Göttingensis» auf Seite 85 veröffentlicht. Epipactis ist taxonomisch gesehen heute noch eine schwierige Gattung, und es gibt manche Autoren, die Unterarten, Varietäten und selbstbestäubende Formen neu zu Arten beschrieben haben. Es ist zu hoffen, dass mit den DNA-Analysen und einer Monographie die Artenvielfalt der Gattung Epipactis in Zukunft neu definiert werden kann.</p>
<p>Bei den Epipactis-Arten handelt es sich um Stauden mit horizontalen Erdsprossen (Rhizomen) mit zahlreichen fleischigen Wurzeln. Nach der Winterkälte entwickelt der unterirdisch-waagrechte Spross neue aufrechte Stämme mit spiralig angeordneten, relativ grossen, grünen bis grauen, gefalteten Blättern. Der traubige, endständige Blütenstand ist locker bis dicht vielblütig. Die Blüten sind gestielt abstehend oder nickend. Die Sepalen und die Petalen stehen frei und sehen mit Farbe und Form meist ähnlich aus. Die Blütenblätter sind entweder abstehend oder zusammen geneigt. Die Lippe, der Landeplatz für Bestäuber, ist meist zweiteilig, geziert mit Schwielen und Farbmusterungen als einladender Reiz für den Besuch von Insekten. In der Mitte der Blüte finden wir die Säule mit zwei mehligen Pollinien und darunter die klebrige Narbe.</p>
<p>Epipactis-Arten werden, angelockt durch Farbe, Form und Duft, von Bienen, Wespen, Ameisen und Käfern besucht. Sie gehören zu den Nektar-Orchideenblumen. Die besuchenden Insekten bekommen von den Blüten etwas Nektar und transportieren die mehligen Pollinien beim nächsten Besuch auf die Narbe der benachbarten Orchideenblüten. Somit werden die Blüten in der Natur bestäubt. Einige Arten verzichten auf den Besuch von Insekten. Die Blüten zum Beispiel von Epipactis leptochila öffnen sich kaum mehr und bestäuben sich selbst.</p>
<p>Nach der Befruchtung schwillt der unterständige Fruchtknoten an und es entstehen tausende winzige Samen. Ungefähr sechs Wochen nach der Befruchtung platzt die meist rundlich-ovale Frucht an drei Nähten und die braunen Samen können vom Wind verbreitet werden. Einige der Samen bringen es fertig über weite Strecken herumzufliegen. Dort wo sie ankommen, können sie nicht selber keimen, da sie kein Nährgewebe besitzen. Die winzigen Samen brauchen zum Keimen die Hilfe eines spezifischen Mycorhiza-Pilzes. Die Pilzfäden dringen in den Orchideensamen hinein und liefern dem Keimling lebenswichtige Nährstoffe wie Kohlenhydrate, Eiweisse, Aminosäuren, Vitamine und Hormone. Bei diesem Vorgang spricht man von einer Lebensgemeinschaft oder Symbiose.</p>
<p>Es dauert in der Natur einige Jahre, bis die junge Epipactis-Pflanze am neuen Standort wieder blüht.</p>
<p><strong>Epipactis – Sumpfwurz, Stendelwurz, Sitter, Strandvanille</strong><br />
Familie: Orchidaceae – Orchideengewächse<br />
Heimat: Europa, gemässigtes Asien, Japan N.-Amerika<br />
(gr.: epipaktis – ein Pflanzenname im alten Griechenland – wahrscheinlich handelt es sich um Epipactis helleborine, die Milch sauer macht)</p>
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		<item>
		<title>Bocks-Riemenzunge</title>
		<link>http://www.spatz-zeitung.ch/2009/04/23/bocks-riemenzunge-2/</link>
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		<pubDate>Thu, 23 Apr 2009 10:07:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ss</dc:creator>
				<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Orchideengewächse]]></category>

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		<description><![CDATA[
Orchideengewächse
Eine Orchidee, die eine seltsame Lippe hat und nach einem Ziegenbock riecht!
In der Region von Basel gedeihen, verstreut in den warmen mageren Biotopen der Rhein-ebene, des Kaiserstuhls und der Kalkhügel der Vogesen, diese grossen Erdorchideen. In der Schweiz trifft man sie von Genf bis Schaffhausen an südexponierten, warmen Hängen, auf Magerwiesen, an Waldrändern und entlang [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2009/04/pflanze-himantoglossum_hircinum.jpg" class="lightview" rel="gallery[889]"><img class="alignleft alignnone size-full wp-image-890" style="float: left;" title="pflanze-himantoglossum_hircinum" src="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2009/04/pflanze-himantoglossum_hircinum.jpg" alt="" width="200" /></a><br />
<strong>Orchideengewächse</strong><br />
Eine Orchidee, die eine seltsame Lippe hat und nach einem Ziegenbock riecht!</p>
<p>In der Region von Basel gedeihen, verstreut in den warmen mageren Biotopen der Rhein-ebene, des Kaiserstuhls und der Kalkhügel der Vogesen, diese grossen Erdorchideen. In der Schweiz trifft man sie <span id="more-889"></span>von Genf bis Schaffhausen an südexponierten, warmen Hängen, auf Magerwiesen, an Waldrändern und entlang von windgeschützten Hecken.</p>
<p>Himantoglossum hircinum (L.) Sprengel wurde 1753 von Linné in seinem Species Plantarum auf Seite 944 als Satyrium hircinum beschrieben. In seinem Systema Vegetabilium auf Seite 694 versetzte Sprengel sie in die Gattung Himantoglossum. Die Gattung ist mit Aceras und Barlia verwandt, aber klar unterschieden durch den grösseren Wuchs und die eigenartige Lippe.<br />
Himantoglossum hircinum ist eine der grössten und robustesten Orchideen Europas und kann mit guten Wachstumsbedingungen bis zu 90 Zentimeter hoch werden. Unterirdisch entwickelt sie ovalförmige Sprosswurzelknollen, die gerne von Wildschweinen ausgegraben und gefressen werden. Die grossen, eiförmigen bis lanzettlichen, fleischigen grünen Blätter gedeihen schon ab Oktober und werden im Frühjahr kurz vor der Blüte hellgrün mit braunen Spitzen. Ein Zeichen, dass die Wachstumszeit beendet ist. Die Blätter (5-10) sind am Grunde scheidig und rosettenförmig angeordnet.</p>
<p>Im Mai entwickeln die blühfähigen Pflanzen im Zentrum der Rosette einen mächtigen Blütenstand, der für manche Leute wie ein Spargeltrieb aussieht. Der Blütenstand ist eine zylindrische, endständige, locker bis dicht und vielblütige Ähre. Die Blüten sind von lanzettlich-zugespitzten, hellgrünen Brakteen umgeben. Jeder Blütenstand kann, je nach Stärke, zwischen 15 und 120 Blüten tragen.</p>
<p>Die ziegenbockartig stinkenden Blüten besitzen drei grau-grüne, elliptisch, stumpf einwärts gebogene Sepalen und ähnliche Petalen. Die spektakuläre Lippe hingegen ist geziert mit lila oder dunkellila Punkten oder Streifen, wobei sich die drei Lappen bei der Entfaltung ausrollen und später spiralig im Raum drehen. Die Lappen der Lippe sind entweder grünlich oder zur Spitze hin schmutzig lila. Die Lippe ist am Grunde mit einem kurzen Sporn versehen.</p>
<p>Diese spektakulären Blüten ziehen durch Farbe, Duft und Form solitäre Bienen der Gattung Andrena an. Falls keine Solitärbienen vorhanden sind, dienen als Ersatzbestäuber Honigbienen.</p>
<p>Im Zentrum der Blüte finden wir, wie bei allen Orchideenarten, die aufrechte Säule mit zwei beweglichen, mehligen Pollinien, die durch kleine Stielchen mit der Klebscheibe verbunden sind. Unterhalb der Pollinien finden wir die Narbe, eine kleine, klebrige, ovale eingebuchtete Fläche.</p>
<p>Nach der Bestäubung durch Bienen entstehen nach der Befruchtung im unterständigen Fruchtknoten tausende winzige Samen, die im Laufe des Sommers durch Wind in die Natur verstreut werden. Da die Samen kein Nährgewebe besitzen, sind sie auf einen spezifischen Mycorrhiza-Pilz angewiesen. Dieser wird die Keimung ermöglichen, indem er dem Orchideen-Keimling genügend Nahrung zuführt, bis die junge Pflanze mit den ersten Blättern CO2 assimilieren kann.</p>
<p><strong>Himantoglossum hircinum (L.) Sprengel – Bocks-Riemenzunge</strong><br />
Familie    Orchidaceae – Orchideengewächse<br />
Heimat    West- und Mitteleuropa, Mittelmeerländer, Nordwest-Afrika<br />
(gr.: himas – Riemen und glossa – Zunge, eine Hindeutung auf die seltsame Form der Lippe)</p>
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		<title>Die Pyramidenorchis</title>
		<link>http://www.spatz-zeitung.ch/2009/03/25/die-pyramidenorchis/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Mar 2009 07:10:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ss</dc:creator>
				<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Orchideengewächse]]></category>

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		<description><![CDATA[
Ein Juwel unserer Region
Anacamptis pyramidalis (L.) L.C.Rich. gedeiht in der Schweiz in lichten Wäldern, Hecken, Magerwiesen, meist auf kalkhaltigen Böden.
Die Pyramidenorchis sind zerstreut im Jura verbreitet. In der Region von Basel findet man schöne Bestände im Kaiserstuhl, bei Istein, in der Petite Camargue Alsacienne, in den Chilpen bei Diegten, auf dem Blauen und in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2009/03/2009_04_pflanze.jpg" class="lightview" rel="gallery[848]"><img class="alignleft alignnone size-medium wp-image-849" style="float: left;" title="2009_04_pflanze" src="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2009/03/2009_04_pflanze.jpg" alt="" width="200" height="200" /></a><strong><br />
Ein Juwel unserer Region</strong><br />
Anacamptis pyramidalis (L.) L.C.Rich. gedeiht in der Schweiz in lichten Wäldern, Hecken, Magerwiesen, meist auf kalkhaltigen Böden.</p>
<p>Die Pyramidenorchis sind zerstreut im Jura verbreitet. In der Region von Basel findet man schöne Bestände im Kaiserstuhl, bei Istein, in der Petite Camargue Alsacienne, in den Chilpen bei Diegten, auf dem Blauen <span id="more-848"></span>und in der Ajoie. Einige kleinere Bestände kommen sogar in der Stadt vor. Sie gedeihen meist auf sonnigen, extensiv bewirtschafteten Magerwiesen, die einmal im Jahr, zum Beispiel Anfangs September, geschnitten werden. Das gemähte Gras sollte mehrmals gewendet und gut getrocknet werden, bevor das «Medizinalheu» abtransportiert wird. Durch diese Arbeitsweise werden die Samen der Blütenstände vieler Arten dieser Biotope zerstreut und verbreitet. Werden Magerwiesen auf diese Weise über Jahre gepflegt, nimmt die Artenvielfalt zu, und es entstehen prächtige, das ganze Jahr hindurch blühende Magerwiesen.</p>
<p>Die Gattung Anacamptis wurde vom französischen Botaniker L.C. Richard 1818 aufgestellt, und in den «Mémoires du Museum National d&#8217;Histoire Naturelle» Paris auf den Seiten 47 und 55 beschrieben. Bis vor einigen Jahren war Anacamptis eine monotypische Gattung, mit der Art: A. pyramidalis (L.). L.C.Rich. Linné hatte die Pflanze als Orchis pyramidalis L. in Species Plantarum 940, 1753 beschrieben. R.M.Bateman, Pridgeon und M.W.Chase haben unlängst durch DNA-Analysen 14 Orchis-Arten zur Gattung Anacamptis überführt.</p>
<p>Anacamptis sind kleine bis mittelgrosse terrestrische Pflanzen mit eiförmigen bis fast kugeligen unterirdischen Sprosswurzelknollen. Der aufrechte Stamm ist beblättert. Die relativ fleischigen Blätter sind meist spiralig angeordnet. Der zylindrische Blütenstand der Pyramidenorchis ist eine Ähre. Jede Blüte ist von einer linealisch-lanzettlichen Braktee umgeben. Die Blüten stehen dicht zusammen, und die Farbe variiert von lila, rosa bis weiss. Da die Spitzorchis zu den Nektarblumen gehören, duften sie süss und ziehen somit zusätzlich durch Farbe und Form Schmetterlinge, Bienen und Käfer an, welche die Blüten nach mehrmaligem Besuch bestäuben.</p>
<p>Die Blüten der Anacamptis pyramidalis bestehen aus drei farbigen Sepalen, zwei seitlichen Petalen und einer dreilappigen Lippe, die mit einem schlanken, einwärts gebogenen Sporn verbunden ist. Im Zentrum der Blüte finden wir die kleine, kurze Säule mit zwei Pollinien. Öffnet man die Blüte, wird die winzige, klebrige Narbe ersichtlich, auf der die Insekten bei ihrem Besuch die Pollinien abstreifen und die Blüten bestäuben.<br />
Nach der Befruchtung schwillt der unterständige Fruchtknoten an und wird allmählich zu einer grünen, länglichen Fruchtkapsel, in der sich tausende, winzige Samen entwickeln. Da die Samen der Orchideen kein Nährgewebe besitzen, können sie in der Natur nur mit Hilfe von spezifischen Mycorrhiza-Pilzen in Symbiose keimen.</p>
<p><strong>Anacamptis -  Pyramiden­orchis, Spitzorchis, Kammorchis, Hundswurz</strong><br />
Familie:    Orchidaceae – Orchideengewächse<br />
Heimat:    Europa, Kleinasien, Kaukasus, Iran, SW Russland, Nordafrika.<br />
(gr.: anakamptein – sich zurückbiegen, entweder wegen den zurückgeschlagenen Brakteen oder der nach hinten biegenden Pollinien)</p>
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		<title>Manche mögens heiss</title>
		<link>http://www.spatz-zeitung.ch/2009/01/29/manche-mogens-heiss/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Jan 2009 08:59:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>zoo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Orchideengewächse]]></category>
		<category><![CDATA[Tiere]]></category>

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(Foto: Zoo Basel)
Straussenküken unter der Wärmelampe
Eigentlich mögen sie es lieber warm, trotzdem schlüpften die neun Straussenküken im Zoo Basel wie immer mitten im kalten Winter. Ein Stall bietet Platz für die ganze Familie, und für die Kleinen wurde eigens eine Wärmelampe aufgehängt.
Die eisigen Januartage machen nicht allen Zootieren Freude. Die Strausse verbringen weniger Zeit auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2009/02/zoo_2009_02.jpg" class="lightview" rel="gallery[821]"><img class="alignleft alignnone size-full wp-image-822" style="float: left;" title="zoo_2009_02" src="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2009/02/zoo_2009_02.jpg" alt="" width="200" /></a><em><br />
(Foto: Zoo Basel)</em></p>
<p><strong>Straussenküken unter der Wärmelampe</strong><br />
Eigentlich mögen sie es lieber warm, trotzdem schlüpften die neun Straussenküken im Zoo Basel wie immer mitten im kalten Winter. Ein Stall bietet Platz für die ganze Familie, und für die Kleinen wurde eigens eine Wärmelampe aufgehängt.<span id="more-821"></span></p>
<p>Die eisigen Januartage machen nicht allen Zootieren Freude. Die Strausse verbringen weniger Zeit auf der Aussenanlage und wärmen sich lieber im geheizten Stall. Dort haben Manyara (17) und Baringo (16) dann auch ihre Eier gelegt und bebrütet. Seit dem 28. Dezember sind aus den dreizehn Eiern neun stachelig-flauschige Küken geschlüpft, das letzte am 2. Januar. Das Daunenkleid der Mini-Strausse erinnert an Igel und tarnt in der Grassavanne perfekt. Erst mit drei Monaten und etlichen Kilogramm mehr auf den Rippen wird den Kleinen das bräunliche Jugendkleid wachsen. Bei den zurzeit winterlichen Aussentemperaturen kuscheln sich die Mini-Strausse unter die wohlig wärmenden Infrarotlampen im Straussenhaus.</p>
<p>Kaum hatten die Jungen des letzten Jahres Mitte Oktober den ­Zolli verlassen, begann der Straussenhahn Baringo, die Henne anzubalzen, und am 2. November legte Manyara das erste Ei. Noch bevor Ende Monat das letzte gelegt war, setzte sich der Hahn auf das Gelege und begann zu brüten. In der Folge wärmte Manyara tagsüber das Gelege, und Baringo übernahm die Nachtschicht. Vier Eier waren unbefruchtet. Aus den übrigen neun kämpften sich die 800 – 900 Gramm schweren Küken aus den harten Eischalen. Normalerweise beginnt das Straussenpaar erst mit der Brut, wenn alle Eier abgelegt sind. So wird garantiert, dass alle Jungen zur gleichen Zeit schlüpfen. Da sich der übereifrige Baringo diesmal früher aufs Nest setzte, schlüpfte der Nachwuchs im Abstand von sechs Tagen. Die Terminkoordination ist vor allem in der freien Natur wichtig. Ein bis drei Tage nach Schlüpfbeginn führen die Eltern die ganze Kinderschar vom Brutnest weg und kehren nicht mehr zurück.</p>
<p>Die kalten Januartage verbringen auch andere Zootiere lieber in der Wärme. Manche wie die Flamingos und Kängurus verbringen im Winter viel Zeit im warmen Stall. Auch Flusspferde, Elefanten und Nashörner halten sich dann lieber drinnen auf, machen aber kurze Ausflüge auf die Aussenanlagen. Vielen Tieren macht die Kälte nicht viel aus. In der Natur kann es auch im Lebensraum von Löwen, Geparden und Wildhunden des Nachts ganz schön kühl werden. Manche Zoobewohner wie Königs- und Eselspinguine oder Bisons, Rentiere und Schneeleoparden geniessen die eisigen Temperaturen regelrecht.</p>
<p><strong>Manche mögens kalt</strong><br />
Mayhan (2) und Pator (1) heissen die neuen Schneeleoparden, die im Zoo Basel die eisigen Wintertage geniessen. Mayhan kam am 21. November aus dem Zoo aus Doué-la-Fontaine (F) und Pator am 8. Januar aus dem Zoo Krefeld (D). Bevor die beiden gemeinsam auf die Anlage gelassen werden, findet im Stall ein erstes Kennenlernen statt. In der Wildbahn ist es ungewöhnlich, dass ein Schneeleoparden-Männchen und ein Weibchen das ganze Jahr als Paar zusammenleben. Sie sind Nahrungskonkurrenten und teilen ihr Futter nur mit den Jungen. Da der Tisch im Zoo reichlich gedeckt ist, verstehen sie sich dort aber meistens gut. Als Mayhan Ende November in den Zolli kam, war sie noch sehr scheu und bevorzugte die Abenddämmerung für Ausflüge auf die Aussenanlage. Mittlerweile ist sie häufiger draussen zu sehen, die eisige Kälte hat es ihr angetan. Ihr Partner Pator ist noch in Quarantäne.</p>
<p>Das neue Schneeleopardenpaar im Zoo Basel soll mithelfen, diese seltene Tierart zu erhalten. Doch momentan denken Mayhan und Pator noch nicht an Nachwuchs. Mayan hat es vorerst vor allem die eisige Winterkälte angetan. Dass Schneeleoparden Kälte lieben, zeigt ihre Winterausrüstung: Ein dichter Pelz wärmt den ganzen Körper, ein langer, bauschiger Schwanz kann als wärmender Schal und riesige Tatzen können wie Schneeschuhe genutzt werden.</p>
<p><strong>Sehr dichtes Fell</strong><br />
Grosskatzen sind eigentlich eher als Sonnenanbeter bekannt, Schneeleoparden machen hier die Ausnahme. Sie sind im zentralasiatischen Hochgebirge zu Hause und lassen sich auch von den kältesten Himalaya-Wintern nicht beeindrucken. Im Gegenteil, da sie ganz für ein Leben in Schnee und Eis ausgerüstet sind, schätzen sie Wärme nicht besonders. Ihr Fell ist am ganzen Körper  sehr dicht, sogar die Unterseiten der Füsse sind behaart. Die besonders breiten Pfoten wirken im tiefen Schnee wie Schneeschuhe und der lange, bauschige Schwanz dient nicht nur als «Balance-Stange» beim Springen, sondern auch als wärmender «Schal»: Im Liegen eingerollt liegt die Schwanzspitze dann über der Nase und erleichtert das Atmen mit vorgewärmter Luft.</p>
<p>Für Schneeleoparden besteht ein europäisches Erhaltungszuchtprogramm (EEP), an dem der Zolli teilnimmt. Der Schneeleopard gehört zu den stark gefährdeten Tierarten und ist im Appendix I der I U C N (International Union for the Conservation of Nature and Natural Resources) aufgelistet. Auf einem Gebiet von 1,9 Millionen Quadratkilometern wird sein Bestand heute auf nur noch 4500 bis 7500 Tiere geschätzt. Besonders die Pelzjagd hat dazu geführt, dass es immer weniger Schneeleoparden gibt. Schätzungsweise 16 Tiere werden für einen einzigen Mantel benötigt. Die Verwendung der Knochen in der Traditionellen Chinesischen Medizin gefährdet seinen Bestand zusätzlich. Bis heute sind im Zolli insgesamt 27 Schneeleoparden erfolgreich aufgezogen worden. Der Zoo Basel hofft, dass  Mayhan und Pator für Nachwuchs sorgen werden, damit der Zolli im Rahmen des internationalen Zuchtbuches und des EEP’s auch in Zukunft einen Beitrag zum Erhalt dieser seltenen Grosskatze leisten kann.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Eisige Stimmung im Vivarium</strong><br />
An der Museumsnacht am 16. Januar drehte sich im Zolli alles rund um H2O. Welches Tier braucht welches Wasser? Eine Wassersortendegustation klärte auf, die Eisbar lockte mit kühlen Drinks. Eine Nacht lang bietete das Vivarium Antworten auf alles, was man schon immer über Wasser wissen wollte.</p>
<p>Die etwa 4500 Fische im Zoo Basel stammen aus allen möglichen Lebensräumen und Kontinenten. Im Vivarium gibt es deshalb sechs verschiedene Wassersorten, die gemischt werden können, sodass jedes Aquarium die optimale Wasserart erhält. Das Vivarium enthält insgesamt 26 Aquarien mit Meerwasser und 20 Süsswasseraquarien. Hinter den Kulissen dienen etwa 100 Aquarien der Aufzucht und Quarantäne. Rund 500&#8242;000 Liter Wasser sind im Umlauf und dienen den Tieren als Lebensmilieu. Die Qualität des Wassers ist von grösster Bedeutung. Sie wird deshalb regelmässig analysiert.</p>
<p>H2O ist nicht nur für die Vivariumsbewohner lebenswichtig. Gutes Wasser ist für das gesamte Leben auf der Erde unentbehrlich.</p>
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		<title>Die Dactylorhiza-Arten</title>
		<link>http://www.spatz-zeitung.ch/2009/01/29/die-dactylorhiza-arten/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Jan 2009 08:47:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ss</dc:creator>
				<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Orchideengewächse]]></category>

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		<description><![CDATA[
Dactylorhiza zieren unsere Feuchtwiesen und Moorlandschaften.
(Foto: J-F. Christians)
In der Schweiz sind in den letzten 50 Jahren durch Flurbereinigungen und landwirtschaftliche Meliorationen, Strassenbau und weitere Eingriffe des Menschen über 60 Prozent der Feuchtwiesen verschwunden. Da diese Wiesen von einer ganz speziellen Flora bewachsen sind, haben viele Pflanzen und Tierarten durch den Eingriff des Menschen weichen müssen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2009/02/pflanze_02_09.jpg" class="lightview" rel="gallery[817]"><img class="alignleft alignnone size-full wp-image-818" style="float: left;" title="pflanze_02_09" src="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2009/02/pflanze_02_09.jpg" alt="" width="200" /></a><strong><br />
Dactylorhiza zieren unsere Feuchtwiesen und Moorlandschaften.</strong></p>
<p><em>(Foto: J-F. Christians)</em><strong></strong></p>
<p>In der Schweiz sind in den letzten 50 Jahren durch Flurbereinigungen und landwirtschaftliche Meliorationen, Strassenbau und weitere Eingriffe des Menschen über 60 Prozent der Feuchtwiesen verschwunden. Da diese Wiesen von einer ganz speziellen Flora bewachsen sind, <span id="more-817"></span>haben viele Pflanzen und Tierarten durch den Eingriff des Menschen weichen müssen, dazu gehören auch viele Dactylorhiza-Arten. Um die restlichen Feuchtbiotop-Flora und -Fauna zu erhalten, ist es äusserst wichtig, dass solche Biotope geschützt werden. Die Verantwortung für die zukünftige Biotop-Erhaltung und deren Biodiversität trägt allein der Mensch, insbesondere die Entscheidungsträger der Gemeinden, der Kantone und des Bundes.</p>
<p>Schon im Jahr 1790 wurde von Noël Martin Joseph de Necker in seinen «Elementa Botanica» auf Seite 29 der Gattungsname Dactylorhiza vorgeschlagen und zwar als trennende Gattung von Orchis. Es dauerte aber über 140 Jahren bis Sergei Arsenjevic Nevski 1937 im Journal «Trudy Botanischesgogo Instituta Akademii Nauk SSSR» auf Seite 332 Dactylorhiza gültig etablierte. Heute sind die Gattungen Dactylorhiza und Orchis gut zu unterscheiden, indem alle Dactylorhiza-Arten im Unterschied zu den Orchis-Arten handförmige Wurzelknollen aufweisen. Ein weiterer Unterschied besteht bei den langen, überragenden Brakteen der Blüten bei Dactylorhiza.</p>
<p>Dactylorhiza sind terrestrische Stauden mit aufrechtem Sprosse. Die leicht fleischigen lanzettlich- bis eiförmigen, grünen Blätter sind oft mit schwarzen Flecken versehen und am Grunde scheidig. Der grosse, dichte und vielblütige Blütenstand ist meist zylindrisch oder pyramidal. Oft werden die Blüten mit einer überragenden Braktee versehen. Die wunderschön lila, rot oder rosafarbigen, gefleckten Blüten geben den Knabenkräutern eine unverkennbare Note in der Natur. Einige Arten besitzen weisse oder gelbe Blüten. Die Blütezeit der Dactylorhiza-Arten kann sich von April bis Mitte August erstrecken.</p>
<p>Jede Blüte besitzt drei Sepalen und zwei Petalen, die fast gleich aussehen. Das dorsale Sepal und die Petalen neigen zu einem Hut zusammen und schützen so die Säule. Die ungeteilte Lippe ist meist dreilappig ohne Schwiele und ist am Grunde gespornt. Im Zentrum der Blüte steht die aufrechte Säule mit zwei parallel verlaufenden Antherenfächern mit je einer mehligen Pollinie. Unterhalb der Antherenfächer befindet sich die ovalförmige, klebrige Narbe.</p>
<p>Dactylorhiza sind Nektartäuschblumen und werden von verschiedenen Bestäuber besucht wie Bienen, Widderchen, Eulen, Erdhummeln und Schmetterlingen. Diese übertragen die Pollinien auf die Narbe und bestäuben somit die Blüten. Nach der Befruchtung schwillt der unterständige Fruchtknoten an, und es entstehen tausende winziger, nährgewebeloser Samen in der Samenkapsel.</p>
<p>Im Herbst öffnen sich die reifen Samenkapseln, und der Wind wird die leichten Samen verbreiten. Nur diejenigen Samen, die in der Natur auf einen Mycorhiza-Pilz fallen, werden keimen, da der Pilz dem Samen die nötigen Nährstoffe zum Keimen liefern wird.</p>
<p><strong>Dactylorhiza Necker ex Nevski</strong> – Knabenkraut, Kukuksblume, Fingerwurz<br />
<strong>Familie:</strong> Orchidaceae – Orchideengewächse<br />
<strong>Heimat: </strong> Europa, Kleinasien, Nordafrika, Asien bis China und Japan. Eine Art gedeiht auf Madeira, eine andere Art in Nordamerika, insgesamt gibt es rund 40 Arten.<br />
<strong><br />
Dactylorhiza-Arten der Schweiz:</strong> Dactylorhiza fuchsii, Dactylorhiza incarnata, Dactylorhiza maculata, Dactylorhiza majalis, Dactylorhiza sambucina, Dactylorhiza sudetica, Dactylorhiza traunsteineri</p>
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		<title>Das Knabenkraut</title>
		<link>http://www.spatz-zeitung.ch/2008/12/22/das-knabenkraut/</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Dec 2008 08:30:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ss</dc:creator>
				<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Orchideengewächse]]></category>

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		<description><![CDATA[
(Foto: P. Gölz)
Orchis L. – Knabenkraut
Viele Orchis-Arten entwickeln ihre Blätter erst im Januar.
Wer kennt nicht eine Wiese, einen Waldrand oder ein Naturschutzgebiet, wo im Laufe des Frühlings abwechslungsweise verschiedene Knabenkräuter-Arten blühen. Für aufmerksame Menschen ist dies mit Freude, Respekt und Staunen verbunden. Wo sie vorkommen, gedeihen das ganze Jahr hindurch auch viele andere Blütenpflanzen, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2008/12/pflanze_jan2009.jpg" class="lightview" rel="gallery[794]"><img class="alignleft alignnone size-full wp-image-793" style="float: left;" title="pflanze_jan2009" src="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2008/12/pflanze_jan2009.jpg" alt="" width="200" /></a><br />
(Foto: P. Gölz)<strong></strong></p>
<p><strong>Orchis L. – Knabenkraut</strong><br />
Viele Orchis-Arten entwickeln ihre Blätter erst im Januar.</p>
<p>Wer kennt nicht eine Wiese, einen Waldrand oder ein Naturschutzgebiet, wo im Laufe des Frühlings abwechslungsweise verschiedene Knabenkräuter-Arten blühen. <span id="more-794"></span>Für aufmerksame Menschen ist dies mit Freude, Respekt und Staunen verbunden. Wo sie vorkommen, gedeihen das ganze Jahr hindurch auch viele andere Blütenpflanzen, die auf irgend eine Weise Tieren, vor allem Insekten, als Nahrung dienen. Diese biodiversen Flächen können nur erhalten bleiben, indem der Besitzer sie über längere Zeit fachgerecht pflegt. Leider verschwanden solch einzig­artige Biotope in den letzten Jahren immer wieder aus unserer Landschaft, weil der Mensch andere Prioritäten setzt. Es ist Zeit, dass unsere Entscheidungsträger reagieren und verhindern, dass wir in zwanzig Jahren im Frühling keine Knabenkräuter mehr sehen können!</p>
<p>Es ist der berühmte schwedische Naturforscher Carl von Linné, der 1753 in «Species Plantarum S. 939» mit der Typus-Art Orchis militaris L. die Gattung Orchis begründete. Die Gattung Orchis ist seit Linné in verschiedenen Gattungen wie Dactylorhiza, Neotinea und Anacamptis abgetrennt worden.</p>
<p>Orchis sind Stauden mit zwei bis drei unterirdischen Knollen, grundständigen Blättern und ährigen, kegelförmigen oder zylindrischen Blütenständen, die 30 bis 80 Zentimeter hoch werden können.</p>
<p>Typisch an den Blüten ist, dass die meist rosafarbenen Sepalen und Petalen eine Art Kappe bilden, welche oft noch mit Punkten und Schlieren verziert ist. Die dreilappige, vorstehende Lippe kann abwärts gebogen oder horizantal sein und ist am Grunde gespornt. Die kurze Säule ist an der Spitze mit zwei aufrechten Pollinien versehen, darunter eingebuchtet finden wir die Narbe.</p>
<p>Als Nektarblumen werden Orchis-Arten von Insekten besucht und bestäubt. Nach der Befruchtung entstehen im unterständigen Fruchtknoten viele winzige, nährgewebelose Samen. Sobald die Samenkapseln reif sind, reissen sie an den dafür vorgesehenen Nähten längs auf und streuen die Samen durch Wind in die Natur.<br />
Zum Keimen brauchen die Samen, da sie kein Nährgewebe enthalten, artspezifische Mycorrhiza-Pilze, die den Samen mit genügend Nährstoffe zur Keimung versorgen.</p>
<p><strong>Orchis-Arten der Schweiz:</strong><br />
Orchis anthropophora (L.) All.<br />
Orchis mascula (L.) L.<br />
Orchis pallens L.<br />
Orchis provinc ialis Balb.<br />
Orchis purpurea Huds.<br />
Orchis simia Lam.</p>
<p><strong>Orchis L. – Knabenkraut </strong><br />
Familie: Orchidaceae – Orchideengewächse<br />
Heimat: Europa, Kleinasien, Nordafrika,<br />
Asien bis China</p>
<p>(gr.: orchis –  Hoden, bezogen auf die Gestalt der Knollen)</p>
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		<item>
		<title>Orchideen, die im Winter draussen wachsen!</title>
		<link>http://www.spatz-zeitung.ch/2008/11/26/orchideen-die-im-winter-draussen-wachsen/</link>
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		<pubDate>Wed, 26 Nov 2008 08:20:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ss</dc:creator>
				<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Orchideengewächse]]></category>

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Ophrys L. – Ragwurz
Wegen ihrer einzigartigen Bestäubungsmechanismen und als Sexualtäuschblumen gehören die Ophrys Arten zu den wissenschaftlich meist untersuchten Arten.
An verschiedenen Orten in und um die Stadt Basel gibt es Trockenrasen oder Magerwiesen, auf denen im Winter unter anderem unsere einheimischen Orchideen wachsen. Leider sind diese Biotope durch die zunehmende Urbanisierung und intensivierte Nutzung der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2008/11/pflanze_12_08_apifera.jpg" class="lightview" rel="gallery[765]"><img class="alignleft alignnone size-full wp-image-766" style="float: left;" title="pflanze_12_08_apifera" src="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2008/11/pflanze_12_08_apifera.jpg" alt="" width="200" /></a><strong><br />
Ophrys L. – Ragwurz</strong><br />
Wegen ihrer einzigartigen Bestäubungsmechanismen und als Sexualtäuschblumen gehören die Ophrys Arten zu den wissenschaftlich meist untersuchten Arten.</p>
<p>An verschiedenen Orten in und um die Stadt Basel gibt es Trockenrasen oder Magerwiesen, auf denen im Winter unter anderem unsere einheimischen Orchideen wachsen. Leider sind diese Biotope durch die <span id="more-765"></span>zunehmende Urbanisierung und intensivierte Nutzung der übrigen Landflächen in den letzten hundert Jahren stark zurückgegangen. Deswegen können wir sagen, dass die einheimischen Orchideen heute Biodiversitäts-Indikatorpflanzen für intakte Biotope und daher auch wichtig für die Artenerhaltung vieler weiterer Arten sind.</p>
<p>Der schwedische Naturforscher und Begründer der modernen Nomenklatur, Carl von Linné, hat in seinem Werk «Species Plantarum 1753» die Orchideengattung Ophrys begründet. Wegen ihrer einzigartigen Bestäubungsmechanismen und als Sexualtäuschblumen gehören die Ophrys-Arten zu den wissenschaftlich meist untersuchten Arten. Als Sexualtäuschblumen ahmen die Blüten die Körperformen und Sexualduftstoffe weiblicher Insekten nach, um die männlichen Bestäuber anzulocken. Diese übertragen Pollen während den vergeblichen Versuchen, mit den Blüten zu kopulieren (den sogenannten Pseudo-Kopulationen). Der für die Bestäuberanlockung verantwortliche Blütenduft ist in der Regel artspezifisch.<br />
Ophrys gedeihen als terrestrische Stauden mit zwei unterirdischen Wurzelknollen. Ab Oktober bilden sie grundständige Blätter, die meistens in Rosettenform flach über den Boden angeordnet sind. Im Frühjahr treibt in der Mitte der Rosette ein aufrechter Blütenstand aus, auf dem sich zwei oder mehr Blüten entfalten. Die drei meist abstehenden Sepalen sind grün oder rosa. Die zwei oft kleineren Petalen sind manchmal fühlerartig. Die oft dreilappige Lippe ist an den Rändern stark behaart, mit einer glänzenden, blauen, grauen oder braunen Fläche in der Mitte mit artspezifischen Zeichnungen (Speculum). Die aufrechte Säule trägt an der Spitze eine Pollinienkappe, unter welcher zwei Pollinien versteckt sind. Die Narbe befindet sich darunter.</p>
<p>Nach der Bestäubung und der Befruchtung der Blüte durch meist artspezifische Bienen, Wespen, Käfer oder Spinnen entsteht im unterständigen Fruchtknoten eine Frucht die im Laufe des späteren Frühlings tausende winziger Samen durch Wind in die Natur verbreitet. Wie alle Orchideen brauchen die Ophrys-Samen in der Natur spezielle Mycorhiza-Pilze, die mithelfen, die nährgewebelosen Samen zu keimen.</p>
<p><strong>Ophrys L. – Ragwurz </strong><br />
Familie:    Orchidaceae – Orchideengewächse<br />
Heimat:    Europa, Kleinasien und Nordafrika<br />
(gr.: ophrys &#8211; Augenbraue)</p>
<p><strong>Ophrys-Arten der Schweiz</strong><br />
Ophrys apifer, Ophrys fuciflora, Ophrys insectifer, Ophrys sphegondes</p>
<p><em>Vom 20. Februar bis 20. Mai 2009 findet unter dem Titel:<br />
<strong>Orchideen von Europa, Kleinasien und Nordafrika </strong><br />
in der Universitätsbibliothek Basel eine Orchideen-Ausstellung statt. Die Ausstellung wird von der Schweizerischen Orchideen­stiftung am Herbarium Jany Renz organisiert.</em></p>
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		<title>Coelogyne Lindl</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Oct 2008 12:27:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ss</dc:creator>
				<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Orchideengewächse]]></category>

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Eine Schaupflanze aus Südostasien
Es ist der Vater der Orchideenkunde, John Lindley (1799-1865), der die Gattung Coelogyne 1821 in seiner «Collectanea Botanica t.33», einem Inventar aller Pflanzen der Sammlung von William Cattley, begründete. Heute zählt die Gattung 190 Arten, welche in 5 Untergattungen aufgespalten werden. 2002 wurde eine Monographie «The Genus Coelogyne» von Dudley Clayton im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2008/10/pflanze_nov08.jpg" class="lightview" rel="gallery[726]"><img class="alignleft alignnone size-full wp-image-727" style="float: left;" title="pflanze_nov08" src="http://www.spatz-zeitung.ch/wp-content/2008/10/pflanze_nov08.jpg" alt="" width="200" /></a><strong><br />
Eine Schaupflanze aus Südostasien</strong><br />
Es ist der Vater der Orchideenkunde, John Lindley (1799-1865), der die Gattung Coelogyne 1821 in seiner «Collectanea Botanica t.33», einem Inventar aller Pflanzen der Sammlung von William Cattley, begründete. Heute zählt die Gattung 190 Arten, welche in 5 Untergattungen aufgespalten werden. 2002 wurde eine Monographie «The Genus Coelogyne» von Dudley Clayton im Verlag <span id="more-726"></span>der Royal Botanic Gardens Kew herausgegeben. Dieses gut illustrierte und umfassend neu beschriebene Werk ist für Botaniker, Gärtner und Amateure von unerlässlicher Bedeutung und sehr zu empfehlen.</p>
<p>Die Verbreitung der Gattung Coelogyne umfasst das tropische und subtropische Asien und den Westpazifik, wobei der grösste Anteil der Coelogyne-Arten im tropischen, immergrünen Regenwald, von Meereshöhe bis auf eine Höhe von 1500 Meter, als Aufsitzerpflanzen (Epiphyten) zu finden ist.  Diese Arten wachsen bei einer mittleren Temperatur von 24°C und einem jährlichen Niederschlag von über 2000 Millimeter. Die Luftfeuchtigkeit schwankt dort das ganze Jahr hindurch zwischen 70 bis 90 Prozent.</p>
<p>Einige Arten kommen in tropischen Monsunwäldern (900 bis 1500 Meter über Meer) vor, wo man eindeutige Trocken- und Regenzeiten vorfindet. Coelogyne aus diesen Regionen sollte man in der Kultur ebenfalls periodisch trocken und feucht halten. Weitere Arten kommen im tieferen Gebirge (900 bis 1800 Meter) vor, sie gedeihen in hochgebirgigen Urwäldern zwischen 1800 bis 2900 Metern. Die Coelogyne papillosa Ridl. steigt in Borneo sogar in die sub-alpine Stufe um 3700 Meter.</p>
<p>Nebst den auf Bäumen oder Sträuchern aufsitzenden Coelogyne Arten, können gewisse Arten auch auf Steinen oder Felsen wachsen oder sind als Stauden erdbewohnend. Alle Arten haben einen waagrecht wachsenden Spross oder ein Rhizom, welches Pseudobulben mit Bättern, Blütenständen und Früchten trägt. Jede Pseudobulbe trägt ein oder zwei lederige, elliptisch bis lanzettliche, grüne, mehr oder weniger grosse Laubblätter. Die aufrechten oder hängenden Blütenstände sind entweder einblütig oder vielblütig. Feine, schnurartige Wurzeln halten die Pflanzen auf den Urwaldästen und versorgen die Pflanzen mit Wasser und Nährstoffen.</p>
<p><strong>Vertieft sitzende Narbe</strong><br />
Die je nach Art kleinen oder grossen Blüten sind meist augenfällig in den Farben weiss, gelb, braun und orange. Die drei Sepalen sind oft betont konkav, die zwei Petalen sind oft schmäler als die Sepalen. Die leicht konkave Lippe ist dreilappig, mit aufrechten Seitenlappen und einer gekielten Platte. Die Musterung und Behaarung der Platte reizt und führt den bestäubenden Insekt zur länglichen Säule in der Mitte der Blüte hin. Unter der Pollinienkappe sitzen versteckt zwei Pollinien, darunter befindet sich die vertieft sitzende Narbe.</p>
<p>Nach der Bestäubung durch spezifische Insekten erfolgt im Fruchtknoten die Befruchtung, so dass der unterständige Fruchtknoten anschwillt und eine Frucht bildet. Es dauert einige Monate bis die Frucht reif ist und der Wind tausende winziger Samen in die Natur verbreitet. Es ist erstaunlich, dass hunderttausend Orchideensamen zusammen nur ein Gramm wiegen. Die winzigen Samen enthalten kein Nährgewebe und sind daher zum Keimen auf einen artspezifischen Mycorrhiza-Pilz angewiesen, der sie mit Nährstoffen versorgt. Nach der Keimung dauert es in der Natur einige Jahre, bis eine blühfähige Pflanze heranwächst. Coelogyne können auch durch Teilung vegetativ vermehrt werden.</p>
<p>Coelogyne pulverula Teism. &amp; Binn., Syn.: Coelogyne dayana Rchb.f., wächst epiphytisch in den tropischen, immergrünen Regenwäldern von Borneo, Java, Malaysia, Thailand und Sumatra. Die Pflanze der Schutzsammlung im Botanischen Garten wird in einem feuchten Warmhaus kultiviert. Die hängenden Blütenstände der Schaupflanze werden viele mittelgrosse, weiss-gelbliche Blüten entfalten.</p>
<p><strong>Coelogyne Lindl. – Coelogyne</strong><br />
Familie: Orchideengewächse<br />
Heimat: Indien, Sri Lanka, Südost-Asien, Indonesien, China, Philippinen, Pazifische Inseln</p>
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